Narren überrennen Landratsamt
Die Ruhe vor dem Sturm währte im Landratsamt des Zollernalbkreises nur kurz.
Mit ganz viel Getöse ging es für die Narren in den Hauptsitz des Landratsamts im Zollernalbkreis. "Hangagoascht", "Nichthuldiger" und "Kirchamaus" sorgen in dem Verwaltungsgebäude für Ausnahmezustände.
Die einzelnen Abteilungen des Landratsamts waren auf den Ansturm vorbereitet und warfen wie Landrat Günther-Martin Pauli einheitliche Verkleidungen über. Das Verkleidungsmotto des Landratsbüros stand ganz im Zeichen der Müllabfuhr. Als Stellvertreter der Narrenvereinigung hat Narrenvater Jonas Ott vom Landrat den Zehnten eingefordert.
"Das ist ja sehr lange Tradition schon. Ich sage jetz mal um die 40 Jahre machen wir das ja schon. Ich jetzt zum ersten Mal, weil ich der neue Narrenvater bin. Aber das hat Tradition bei uns und das läuft jedes Jahr so ab" erzählt Narrenvater Jonas Ott.
Kernthema der feierlichen Veranstaltung waren Unstimmigkeiten mit der Entsorgungsfirma Prezero. Diese hatte riesige Müllberge hinterlassen, auf denen Landrat Pauli die Anwohner im Landkreis nicht sitzen lassen wollte.
"Wenn man nicht alles selber macht funktioniert es halt nicht. Deshalb haben wir uns dann tatsächlich für eine Krisenintervention entschlossen und würden schauen, dass dieses Jahr alles etwas reibungsloser abläuft" sagt Pauli.
Im Zuge dessen hat Narrenvater Jonas Ott Pauli zum Müll-Landrat umgetauft. Der Huldiger-Stempel durfte traditionellerweise auch nicht fehlen. Neben der Müllthematik spielten aber auch überregionale Themen wie das Sondervermögen eine Rolle.