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Reutlingen

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Feuerwerk an Silvester - Gefahren erkennen und vermeiden

Gute Vorsätze, ausgelassene Stimmung und nicht zu vergessen: Feuerwerk. Silvester ist einer der beliebtesten Feiertage, aber auch einer der gefährlichsten. Zunehmendes Feuerwerkverbot zeugt vom Gefahrenpotenzial, das von Raketen und Kanonenschlägen ausgeht. Wer trotzdem die ein oder andere Zündschnur entflammen möchte, sollte einige Dinge beachten.

Lautes Knallen, bunte Lichter und brandheiße Temperaturen: Das Feuerwerk an Silvester ist gleichermaßen beeindruckend und gefährlich. Trotz regelmäßiger Einsätze von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind Raketen sowie Kanonenschläge für viele ein Muss.

Feuerwehrkommandant Stefan Hermann verrät, dass nicht nur einige schwarze Schafe für das Chaos an Silvester verantwortlich sind. "Was inzwischen öfter passiert ist, dass die Leute zwar ordentlich sind, ihre Feuerwerksbatterien aufräumen. Die dann in die Mülltonnen werfen und dann fangen die Mülltonnen an zu brennen, weil das noch nicht erloschen ist. Das ist schon ein wichtiger Tipp, dass die Menschen die Batterien ablöschen, oder komplett abkühlen lassen, bevor die in die Mülltonne kommen", rät Hermann.

Wer also meint, sein Feuerwerk ordnungsgemäß zu zünden und zu entsorgen ist noch lange nicht auf der sicheren Seite. Immer wieder komme es aufgrund unachtsamer Feuerteufel zu kleineren Bränden, so Hermann. Eigens für die Silvesternacht ist die Feuerwehr mit einer Sonderstaffel in der Reutlinger Innenstadt permanent vor Ort. 

Wer den Feuerwehrleuten eine entspannte Zeit auf der Wache gönnen möchte, sollte laut Hermann folgende Sachen beachten: "Erstmal Gebrauchsanleitung durchlesen und sich daran halten. (...) Das Feuerwerk nicht auf Personen richten. Das Feuerwerk nicht auf Gebäude, Fahrzeuge oder Gegenstände richten. Aufpassen: Finger, Hände, Augen und auch das Gehör kann schwer verletzt werden."

Aber nicht nur für die Feiergesellschaft herrscht Gefahr an Silvester. Auch Tiere sind jedes Jahr aufs Neue massivem Stress ausgesetzt. Die Mitarbeiter vom Tierschutzverein Reutlingen sind an Neujahr besonders besorgt um das Wohlbefinden der Vierbeiner.

Heidi Renner vom Tierschutzverein Reutlingen kennt sich mit den Gefahren für Wild- und Haustiere aus. "Hunde können in Panik geraten. Katzen können, wenn sie Freigang haben und nicht rechtzeitig quasi eingesperrt sind, auch davon(laufen). Es kann sein, die fehlen mehrere Tage. Für Wildtiere ist es ganz besonders schlimm, weil die können es nicht zuordnen. Die erschrecken sich, verlassen ihre Plätze und es passieren dann leider auch immer Wildunfälle", erklärt Renner.

In Waldnähe ist also Vorsicht geboten. Für Haustierhalter hat Heidi Renner folgende Tipps: "Also gerade bei Hunden ist es wichtig, dass man nicht zur Hauptzeit mit den Hunden rausgeht, sondern sehr früh auf den Tag verlegt. Nachher auch zuhause ist, mit Musik ablenkt, die Rollläden nach unten lässt, weil Tiere sind sehr geräuschempfindlich. Kleintieren empfiehlt sich auch, wenn die Außengehege haben, dass man die dann ins Haus bringt, einen Kellerraum dafür einrichtet."

Heidi Renner sei wegen der Tiere eigentlich für ein Böllerverbot an Silvester. Sie verstehe aber auch, dass das Feuerwerk Tradition hat und so schnell nicht wegzudenken ist. Wer gleichermaßen Herz für Tiere und Feuerwerk hat, muss auf Folgendes achten: "Man sollte natürlich nicht in Waldnähe, weil das ist ganz besonders wichtig. Weil, wie gesagt, es verstört hauptsächlich die Wildtiere, wo im Wald leben."

Des Weiteren beklagt Renner: "Das Problem ist aber auch, was wir hauptsächlich sehen, dass es nicht nur an Silvester selber stattfindet, sondern meist auch drei Tage zuvor und drei Tage danach."

Wer eine ausgelassene Silvesterfeier mit Feuerwerk genießen will, sollte sich also genau an die Gebrauchsanweisungen halten und nicht in der Nähe von Wäldern oder Haushalten böllern. Außerdem ist Feuerwerk außerhalb des Jahreswechsels ohnehin verboten und kann mit hohen, fünfstelligen Bußgeldern oder sogar einer Freiheitsstrafe geahndet werden. In diesem Sinne: Guten Rutsch und bleiben Sie sicher.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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