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Pfullingen

Foto: RTF.1
Doppel-Veranstaltung wirft ihre Schatten voraus

Beim Erntedankfest im Christentum danken die Gläubigen Gott jährlich im Herbst traditionell für die Gaben der Ernte. Das eigentliche Erntedankfest ist für dieses Jahr zwar schon seit letztem Sonntag vorbei, die Feier aber steht für einige noch bevor. In Pfullingen zum Beispiel steigt das Erntedankfest erst am 12. Oktober - eine Woche danach und in diesem Jahr mit einer Neuheit. Ein Ausblick.

Auf dem Finkhof in Pfullingen  lebt Familie Fritz, die den Milchviehbetrieb betreibt und die am Sonntag Gastgeber des Erntedankfestes sind. Aber nicht nur das. Denn die Feierlichkeiten sind in diesem Jahr zusätzlich und erstmals mit einer Gläsernen Produktion verbunden.

"Wir freuen uns, das Kreiserntedankfest hier auf dem Hof zu haben. Aber wir haben gesagt, wir zeigen auch gleich unseren Betrieb. Dann kann die Bevölkerung sehen, woher die landwirtschaftlichen Produkte kommen. Wir sind ein Milchviehbetrieb mit 130 Kühen und automatischem Melksystem. Wir haben zwei Melkroboter installiert" sagt Philip Fritz, Mitarbeiter auf dem Finkhof.

Einen davon gabs für uns bereits am Mittwoch zu sehen. Auffällig ist, das die Kühe scheinbar gar nicht in den Durchgang gelockt werden müssen. Das bestätigt auch Philip Fritz. Egal ob am Tag oder in der Nacht – Fast immer, wenn er in den Stall komme, stehe eine Kuh am Melksystem. Etwa 3.000 Liter Milch bekäme man auf diese Weise pro Tag.

Aber damit noch nicht genug. Auch Strom produziert die Familie in der hofeigenen Biogasanlage. Gebhard Aierstock, der Vorsitzende des Reutlinger Kreisbauernverbandes, zeigte sich erfreut ob der Bereitschaft der Familie, zusätzlich zum Erntedankfest auch noch eine Gläserne Produktion zu machen. In der Doppel-Veranstaltung sieht er gleich mehrere Chancen.

"Punkt eins ist: Wenn wir nicht Erntedank feiern – zusammen mit den Kirchen – wer feiert es dann noch? Und es ist immer eine Möglichkeit, auch an die Verbraucher rüber zu bringen: Was ist uns die regionale Lebensmittelversorgung wert? Es ist eben nicht selbstverständlich, dass es immer alles gibt. Außerdem ist es eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie die Landwirtschaft heute aussieht – speziell hier bei der Gläsernen Produktion: Was leisten die Betriebe und wie sieht moderne Landwirtschaft aus?" so der Kreisvorsitzende.

Ein Anliegen, dass auch am Sonntag deutlich werden soll. Die Feierlichkeiten starten – vor allem für die Jüngeren – aber schon am Samstag-Abend.

"Am Samstag-Abend veranstalten wir zum ersten Mal die legendäre Finkhof-Party, zusammen mit dem Maschinenring Alb-Neckar-Fils als Hauptsponsor und freuen uns auf viele Gäste" erläutert Philip Fritz.

Am Sonntag startet das Programm dann um 10:30 mit einem Gottesdienst. Anschließend gibt es Grußworte aus der regionalen Politik – ehe die Feierlichkeiten mit Essen, Trinken, Geselligkeit und eben der Betriebsbesichtigung weiter gehen.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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