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Kusterdingen

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Deichmann holt sich Verstärkung vor Stichwahl

Die Bürgermeisterwahl in Kusterdingen ist am Sonntag mit einem Patt zu Ende gegangen. Nachdem keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, kommt es am 3. Mai zur Stichwahl zwischen den zwei Spitzenkandidaten Marc Roth und Jens Deichmann. Mittlerweile hat Deichmann mit den zwei ausgeschiedenen Kandidaten, Gültekin Ates und Eser Turgut zwei Unterstützer für seinen Wahlkampf gefunden.

Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Der Wahlkampf um das Amt als Kusterdinger Bürgermeister geht in die zweite Runde. In einer Stichwahl geht es jetzt darum, zu entscheiden, wer am Ende in den Härtengemeinden das Zepter in der Hand hält.

Das Wahlergebnis in seiner Heimatgemeinde Wankheim stimmt Jens Deichmann optimistisch. Zum Ergebnis für seine Gemeinde sagt Deichmann fasziniert: "Ist natürlich überwältigend mit 51, 3 Prozent. So geh ich motiviert und auch ein Stück weit gestärkt in die Stichwahl. Ich möchte den Leuten auf jeden Fall zeigen, dass ich's kann und dass sie mir vertrauen können."

Aber auch Deichmanns direkter Konkurrent Marc Roth versucht weiter, das Vertrauen der Wähler zu gewinnen. Laut Instagram-Post betreibt der Geschäftsführer des Mieterbunds Reutlingen-Tübingen fleißig Haustürwahlkampf.

Indes konnte Deichmann seine Mitbewerber Gültekin Ates und Eser Turgut für sich gewinnen. Standen sie sich während der Wahl noch gegenüber, ist aus der Konkurrenz Kooperation geworden. "Wir sind jetzt im Prinzip nach der Wahl", so der Wankheimer Kandidat. "Die beiden sind keine Mitbewerber mehr. Und sie haben dann auch erklärt, dass ihnen die Gemeinde wichtig ist, dass sie den Bürgermeister jetzt selbst auch wählen müssen."

Schon während den Wahlveranstaltungen hätten sich die drei Bewerber gut verstanden. Aber auch politisch gebe es viele gemeinsame Nenner. Als Familienmensch sieht Ates im zweifachen Vater Deichmann seine Werte repräsentiert. Für den jungen Turgut spielt vor allem das Thema Digitalisierung eine große Rolle. Mit dem vom Deichmann eingeführten Ratsinformationssystemkonnte der Bürgermeisterkandidat sein Können auch in diesem Bereich unter Beweis stellen.

"Es geht natürlich darum, den Leuten zu zeigen, dass man mir vertrauen kann", erklärt der Anwärter auf den Bürgermeisterposten. "Und wenn zwei Bewerber, die wirklich guten Wahlkampf gemacht haben, mir dann dieses Vertrauen aussprechen, dann ist das für mich eine ganz, ganz große Geste."

Gültekin Ates hatte eigentlich seinen vollständigen Rückzug aus der Kommunalpolitik angekündigt. Aussagen wie „Ein Ausländer kriegt niemals unsere Stimme!" oder „Einen Kusterdinger werden wir niemals zum Bürgermeister wählen!", musste der türkisch stämmige Kusterdinger zuerst verdauen. 50 Jahre nach der Härten-Einigung unter Kusterdinger Schirmherrschaft ist das böse Blut noch nicht vollständig versiegt.

"Das mag vielleicht noch in dem ein oder anderen Kopf stecken", sagt der Wankheimer zum schweren Kompromiss, den der Zusammenschluss der fünf Härtengemeinden zur Folge hatte. " Wir müssen aber dazu übergehen, diese Gräben zu überwinden, uns als Gemeinde auch voll zu vereinen. Und ich glaube, da bin ich der Richtige, diesen Prozess anzustoßen", so Deichmann.

Bisher gibt es nur 4 Ortschaftsräte für die Gemeinden Immenhausen, Jettenburg, Mähringen und Wankheim. Deichmann möchte einen fünften Rat für Kusterdingen einführen, damit die Härtengemeinden gleichberechtigt und nicht unter dem Flügel des Kusterdinger Gemeinderats Entscheidungen treffen.


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