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Landesparteitag

Foto: Andreas Glück Homepage
Andreas Glück führt künftig die FDP Baden-Württemberg

Die FDP Baden-Württemberg hat eine neue Führung. Beim Landesparteitag in Balingen ist der Europaabgeordnete Andreas Glück zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Der Politiker aus Münsingen erhielt 89,12 Prozent der Stimmen der Delegierten.

Mit der Wahl verbindet die Landespartei einen politischen Neustart. Glück hatte sich bereits im Sommer bei einer Mitgliederbefragung gegen seine innerparteilichen Mitbewerber durchgesetzt und damit frühzeitig seine Ambitionen auf den Landesvorsitz unterstrichen.

Glück will die FDP breiter aufstellen

In seiner ersten Rede als designierter beziehungsweise neuer Landeschef betonte Glück, dass sich die FDP künftig stärker um unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen bemühen müsse. Die Liberalen dürften nicht auf das Image einer Partei reduziert werden, die vor allem die Interessen wohlhabender Menschen vertrete.

Er wolle den Blick sowohl auf diejenigen richten, die wirtschaftlich erfolgreich seien, als auch auf Menschen, die sich diesen Erfolg erst erarbeiten möchten. Damit verbindet Glück einen politischen Kurs, der Leistung und Aufstiegsmöglichkeiten miteinander verknüpfen soll.

Eine Gegenkandidatur gab es beim Parteitag ebenfalls. Andreas Fichtner aus Karlsruhe trat kurzfristig an und kam auf 6,9 Prozent der Delegiertenstimmen.

Wechsel nach historischem Wahlergebnis

Glück übernimmt den Landesvorsitz nach einer für die FDP Baden-Württemberg besonders schwierigen Landtagswahl. Bei der Abstimmung im März scheiterte die Partei erstmals an der Fünf-Prozent-Hürde und verlor damit ihre Vertretung im Stuttgarter Landtag.

Der bisherige Landesvorsitzende Hans-Ulrich Rülke hatte die Liberalen als Spitzenkandidat in die Wahl geführt. Auf dem Parteitag in Balingen bezeichnete er das Ergebnis als die schwerste Niederlage in der Geschichte der baden-württembergischen FDP.

Mit seinem Rückzug vom Landesvorsitz zieht Rülke daraus die persönliche Konsequenz. Nun soll Andreas Glück die Partei durch die Phase der Neuaufstellung führen.


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