Mutter in Prozess um Frühchen-Vergiftung freigesprochen
In einem aufsehenerregenden Gerichtsfall um den versuchten Mord an einem Frühchen im Oktober 2025 hat das Landgericht Tübingen jetzt die Mutter des Kindes freigesprochen.
Nach einem Besuch der Mutter im November des vorigen Jahres fiel den Pflegern ein erhöhter Herzschlag und Puls bei dem 10 Monate zu früh geborenen Baby auf. Es stellte sich heraus, dass das Kind eine Überdosis Koffein im Blut hatte, die tödlich hätte sein können. Der Mutter, die schon zuvor auf sozialen Medien die Krankheiten ihrer anderen Kinder übertrieben dargestellt hatte, warf die Staatsanwaltschaft vor, sie habe mit der Vergiftung Aufmerksamkeit erzielen wollen.
Die Staatsanwaltschaft konnte jedoch nicht beweisen, dass das Koffein während der Zeitspanne des Besuchs verabreicht worden war. Auch gab es keine Zeugen, selbst das Warum war aus Sicht des Richters spekulativ. In Ermangelung von Beweisen entschied das Gericht demnach für die Angeklagte.