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Reutlingen

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Gemeinderäte vor Bundesgartenschau-Abstimmung

Kommt die Bundesgartenschau 2039 in die Region? Eine Antwort auf diese Frage könnte schon nächste Woche in greifbare Nähe rücken. Dann stimmen die beteiligten Städte und Gemeinden darüber ab, ob man sich für die Austragung bewirbt. Falls ja, stehen die Chancen für den Zuschlag offenbar gut.

Dass sich die Bürgermeister aus dem Echaztal persönlich treffen, ist inzwischen schon fast mehr Regel als Ausnahme. Bereits jetzt laufen die Gespräche über eine gemeinsame Bundesgartenschau auf Hochtouren. Auch wenn noch nicht einmal feststeht, ob es diese überhaupt geben wird und 2039 noch eine Weile hin ist.

"Man muss in so langen Zeiträumen denken. Denn Projekte, die bis dahin entwickelt werden müssen, brauchen Zeit. Von daher ist es nicht so lange bis 2039, die Zeit wird schnell vergehen" führt Oberbürgermeister Thomas Keck aus.

Schon jetzt loben alle Seiten die interkommunale Zusammenarbeit. Ende April hatte man in allen Rathäusern eine Ausstellung zur Machbarkeitsstudie eröffnet. Diese ist inzwischen fertig – und über 200 Seiten dick.

"Was sich noch so verfestigt hat, sind viele Daten und Fakten, die wir damals schon erwähnt haben. Z.B. ein ganz wichtiger Fakt sind die Besucherprognosen, die wir haben. Da haben sich tatsächlich die damals schon genannten 1,75 Millionen auch vom Beauftragtenbüro so bestätigt" so der Amtsleiter Stadtentwicklung und Vermessung, Stefan Dvorak.

Eine Zahl, mit der Dvorak das Echaztal für die Bewerbung gut gerüstet sieht. Bei einem guten Sommer könne man gar mit 2 Millionen Besuchern rechnen. Normalerweise bewege sich die Zahl zwischen 1,2 und 1,4 Millionen.

Ebenfalls als wichtig erachtet Dvorak die Mehrwerte, die die Region durch die Bundesgartenschau – kurz: BUGA hat. Unter anderem im Bereich Mobilität sollen die Städte und Gemeinden einen Sprung nach vorne machen.

Vor allem aber erhofft man sich eine Aufwertung des Lebensraums. Thomas Keck blickt in dieser Hinsicht sogar schon jetzt über 2039 hinaus. Man könne Projekte anstoßen, die ansonsten gar nicht oder noch nicht umsetzbar seien.

"Und es sind Projekte – einerseits – die wir sowieso machen müssen. Also die Verzahnung von Hochwasserschutz und schöner Gestaltung der Flussräume. Das sehen Sie am Beispiel Betzingen. Was da auch los ist – spatziergängermäßig. Das ist unglaublich. Wie man da das Echazufer gestaltet hat – einfach wunderbar. Und gleichzeitig Ausbreitungsflächen für das Hochwasser gewonnen hat. [...] Ich rechne damit, dass auch die Wirtschaft davon profitieren wird. Es gibt eigentlich von der BUGA nur Gewinner" so Keck.

Auch die Rückmeldungen der Bürger, die auch in der Machbarkeitsstudie abgedruckt sind, seien laut Dvorak durchweg positiv. Die Studie soll bald auch für die Öffentlichkeit verfügbar sein.

Die Entscheidung darüber, ob sich die Echaztalgemeinden für die Bundesgartenschau 2039 bewerben, fällt am 23. Juli. Dvorak selbst zeigt sich sehr optimistisch, dass man den Zuschlag im Fall einer Bewerbung auch bekomme.


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