Nach Explosion und drei Toten - Ursache geklärt
Nach der Explosion eines Wohnhauses in Albstadt-Tailfingen, bei der eine dreiköpfige Familie ums Leben gekommen war, sind die Ermittlungen zu einem Abschluss gekommen. Gegenstand der Untersuchungen war, ob ein Fremdverschulden vorlag.
Laut Meldung der Staatsanwaltschaft Hechingen sei beim Ausheben des Grabens für die Entwässerungsrinne 1960 ein Schaden an der Schutzschicht der Gasleitung entstanden. Diese korrodierte über die Jahrzehnte, wodurch sich ein Leck in der Leitung gebildet hat.
Das Gas sei infolgedessen über die Erde und durch Fugen sowie Risse im Straßenbelag und der Entwässerungsrinne entwichen. Die beigefügte Geruchssubstanz muss durch das Erdreich so intensiv gefiltert worden sein, dass an der Oberfläche nichts mehr zu riechen war.
Durch den Frost vor der Explosion konnte das austretende Gas nicht mehr über den Straßenbelag entweichen, sondern gelangte durch den Wasserablauf in die Garage und weiter in den Keller. Dort sei es zur Entzündung durch den Brennkessel gekommen, was zur Explosion führte.