BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

Tübingen

Foto: RTF.1
22 Tonnen schwerer Container am UKT

Am Universitätsklinikum lohnte sich am Donnerstag ein Blick nach oben. Dort schwebte am Vormittag ein tonnenschwerer Container über der Straße. Es ist der erste Großbatteriespeicher in Tübingen, der dort errichtet wird. Ein Projekt, das jetzt einen sichtbaren Sprung in Richtung Fertigstellung gemacht hat.

22 Tonnen sind es, die hier am Autokran befestigt durch die Luft schweben. Und das ist nur das Gewicht des Speichercontainers – ohne die 300 Module, die die Energie im Inneren einmal speichern sollen. Als einziges Krankenhaus in Baden-Württemberg stattet sich das UKT mit einem Batteriespeicher dieser Größenordnung aus. Dimensionen, die auch Vorstand Jens Maschmann nicht kalt lassen.

"Ja, absolut. Also 22 Tonnen, als wäre es nichts, mit dem Kran rüber gehoben. Aber es wird ja noch schwerer wenn es dann voll gepackt ist mit den Batteriespeichern. Dann sind es insgesamt 60 Tonnen, also nicht gerade ein Leichtgewicht, aber für uns auch ein Schwergewicht in unserem Stromkonzept" so der UKT-Chef.

Kostenpunkt des Schwergewichts: 3,2 Millionen Euro, finanziert durch die UKT Energie Gesellschaft mbH, einer Tochtergesellschaft des UKT. Laut deren Geschäftsführer Timo Seyfried eine Investition, die sich innerhalb von drei Jahren lohnen könne.

Elektrische Energie gezielt dann aufnehmen, wenn sie im Stromnetz in ausreichender Menge und zu günstigen Konditionen verfügbar ist – das ist das Prinzip, nachdem der Speicher funktioniert.

"Tagsüber, auch jetzt um die Mittagszeit, haben wir relativ geringe Strompreise – negative Strompreise. Da füllen wir den Speicher und wenn die Netzkapazitäten entsprechend gering sind speisen wir wieder ein und verdienen durch den Speicher noch ein kleines Geld dazu. Aber im Wesentlichen ist es einfach Stabilisierung unseres Kliniknetzwerks, damit wir hier unabhängiger sind von irgendwelchen Ausfällen im Stromnetz" erläutert Seyfried.

Der Batteriespeicher reduziert gezielt sogenannte Lastspitzen und soll dadurch leistungsabhängige Stromkosten senken und zur Energiewende beitragen. Darüber hinaus bringt er aber noch einen weiteren Effekt mit sich.

"Wir haben ihn extra so gewählt, dass er nicht nur eine große Speicherkapazität hat, sondern auch eine schnelle Aufnahme- und Entladekapazität. Also der kann sich in einer Stunde fast komplett entladen. Von daher wäre es theoretisch denkbar, dass man um die zehn Stunden – wenn man unsere Kapazitäten im Klinikum ein bisschen nach unten fährt – dann auch eigenversorgen könnte" so Maschmann.

Eigentlich ein nachrangiger Aspekt, den Maschmann aber wenige Wochen nach dem Stromausfall in Reutlingen-West aber durchaus im Hinterkopf hat. Nach dem Einbau der Module sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: RTF.1
Die Region im Sofi-Fieber: Zahlreiche Menschen wollten die Sonnenfinsternis sehen Eine Sonnenfinsternis - das gibt es nicht alle Tage. Das dachten sich zahlreiche Menschen in der Region Neckar-Alb, und sie pilgerten am Mittwochabend auf die Berge - dorthin nämlich, wo sie einen unverstellten und unverbauten Blick auf die untergehende Sonne hatten. Für eine totale Sonnenfinsternis hätte man nach Island oder Mallorca reisen müssen, doch dass sie hierzulande „nur“ partiell war, tat dem großen Interesse am Himmelsphänomen keinen Abbruch.
Foto: pixabay.com
Trinkwasserversorgung ist sicher Trotz der anhaltend hohen Temperaturen ist die Trinkwasserversorgung nicht in Gefahr.
Foto: RTF.1
Yeana Hack und Hund Sebbi spüren Haustiere auf Es ist der Albtraum eines jeden Tierbesitzers: Das geliebte Haustier büxt aus oder kommt von einem Streifzug nicht nach Hause zurück. Hier kann Yeana Hack aus Pfullingen helfen. Sie und ihr Beagle Sebbi sind Pettrailer und spüren vermisste Haustiere wieder auf. Ihr Einsatzgebiet ist Reutlingen, Pfullingen und die nähere Umgebung.

Werbung:

Weitere Meldungen