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Metzingen

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Schönbein-Realschule schließt Bildungspartnerschaften ab

Es gibt wohl kaum eine Branche, die derzeit über genügend oder gar zu viele Fachkräfte verfügt. Immer früher versuchen Schulen auch deshalb, die Kinder und Jugendlichen auf das Berufsleben vorzubereiten. Dabei helfen kann eine sogenannte Bildungspartnerschaft, bei der mögliche Ausbildungsbetriebe gezielt mit Schulen zusammenarbeiten. Die Metzinger Schönbein-Realschule hat am Mittwoch gleich zwei derartige Partnerschaften unter Dach und Fach gebracht.

Was haben der Autozulieferer ElringKlinger und die Gebrüder Knauer GmbH und Co. KG gemeinsam? Zum einen sind beide in Dettingen an der Erms ansässig und zum anderen sind sie seit Mittwoch offiziell Bildungspartner der Schönbein-Realschule in Metzingen.

Die Unterschrift setzten Vertreter aller drei Beteiligten sowie der IHK unter den Augen derer, die von der Partnerschaft am meisten profitieren sollen: Der Schüler. Mit dem Konzept einer Bildungspartnerschaft kennen sie sich zwar schon aus, schließlich gab es an der Schule bereits zuvor knapp 20 davon. Jetzt wird die Auswahl aber noch größer.

"Ich habe das erste bei meinem Vater gemacht. Ich war ein bisschen mit ihm dabei und bin mit ihm zu den Kunden gefahren. Jetzt mache ich eins bei einem Kunden meines Vaters. Da werde ich jetzt auch nochmal ein bisschen helfen" berichtet Mats aus der 7. Klasse.

Und Elea aus der 9c ergänzt: "Wir haben Besuche bei sehr vielen Bildungspartnern gehabt und wir haben verschiedene Trainings gemacht, z.B. Bewerbungen schreiben und wie es in diesem Betrieb abläuft mit dem Beruf und haben dadurch tatsächlich auch sehr viele Informationen bekommen."

Den Betrieb und die dortige Arbeit von innen kennenlernen, aber auch persönliche Kontakte knüpfen. Das sind zwei zentrale Punkte einer solchen Partnerschaft. Aber auch die Unternehmen erhoffen sich davon einen Effekt.

"Wir versprechen uns eine vertrauensvolle, langfristige Zusammenarbeit mit der Schule. Natürlich auch, dass wir den Jugendlichen bzw. den Schülern die möglichen Perspektiven – vor allem im Ermstal – zu zeigen und zu ermöglichen und dann später auch im Sinne der Einmündung eine Ausbildung oder ein duales Studium ermöglichen" so Giuseppe Vernaci von der ElringKlinger AG.

Denis Dimster von der Gebr. Knauer GmbH und Co. KG äußerte sich wie folgt: "Die Firma wollte schon länger eine Bildungspartnerschaft hier im Umkreis eingehen. [...] Natürlich um nahe an die Schulen zu kommen, in den Austausch zu gehen, Praktika anzubieten und so die Nachwuchskräfte von morgen zu sichern und die Ausbildungsplätze besetzen zu können."

Dass sich beide Arbeitgeber für die Schönbein-Realschule entschieden haben ist kein Zufall. Dimster lobte deren Ruf, außerdem ist die öffentliche Anbindung zu den Unternehmen gut. Die Schule selbst will ihre Schüler bei der Berufsfindung nicht nur während, sondern auch nach der Schulzeit begleiten.

"Uns ist eben der Bildungsprozess in der Berufsorientierung wichtig. Sprich: Dieser startet bei uns natürlich mit der 5. Klasse, aber endet nicht mit der 10. Klasse. Uns sind die Übergänge auch noch sehr wichtig. Also: Was machen Kinder nach unserer Schule? Wie können wir sie da begleiten? Dafür ist der Prozess und die Hilfe unserer Bildungspartner enorm wichtig" so BO-Koordinatorin Ribanna Reinold.

Ein Konzept, das offenbar Wirkung zeigt. Schon einige Schülerinnen und Schüler seien nach dem Abschluss in Partnerunternehmen unter gekommen. Möglich also, dass das auch bald auf die neuen Bildungspartner zutrifft.


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