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Reutlingen

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"Sehr stürmische Zeiten" - TBR übernehmen Altkleiderbetrieb

Seit diesem Jahr liegt die Altkleidersammlung und -verwertung in Reutlingen in den Händen der Technischen Betriebsdienste Reutlingen, kurz TBR. Eine Jahrzehnte lange Partnerschaft mit der „Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart“ endete mit einem etwas bitteren Beigeschmack. Der kirchliche Verband sammelte und verwertete die Altkleider, um Spenden für gemeinnützige Projekte in Entwicklungsländern zu sammeln. Nach Zahlungsunfähigkeit und vernachlässigten Abholungen musste die Stadt selbst die Ärmel hochkrempeln.

Liegen gelassener Sperrmüll und aufgerissene Mülltüten haben zum Alltag rund um die Altkleidersammlungen in Reutlingen gehört. Wegwerfkleidung, sogenannte Ultra Fast Fashion, drückte die Preise auf dem Second-Hand-Markt so stark, dass die damaligen Betreiber der Aktion Hoffnung keine Zuversicht mehr sahen.

Ihr Vertrag mit der Stadt Reutlingen galt zwar bis zum Jahresende, doch schon in der Vorweihnachtszeit zogen sie Container ab und stellten die Abholungen ein. Das Resultat: verwaiste und zugemüllte Altkleidersammlungen.

Für die TBR musste deshalb schnell ein Wechsel her. Echte Arbeit unter Hochdruck, wie Matthias Kuster erzählt.

"Das waren, sagen wir mal, sehr stürmische Zeiten für uns", verrät der stellvertretende TBR-Betriebsleiter, "weil wir alles auf den Anfang Januar geplant hatten. Container wurden abgezogen. Wir wollten natürlich eine Entsorgungsmöglichkeit bieten. Und somit sind wir, sagen wir mal, Mitte Dezember vor Weihnachten ins Container stellen gekommen."

Die Jahreswende steht eher im Sinne einer besinnlichen und entspannten Weihnachtszeit. Nicht bei den TBR, wo ad-hoc-Lösungen für die fehlenden Container her mussten.

Kuster erzählt, es war "damals natürlich auch ein bisschen stressig. Es war Weihnachtszeit, Urlaubszeit, Winterdienst-Zeit. Wir hatten sehr viel Schnee und Winter um die Zeit. Das hat uns natürlich ein bisschen Schweißperlen gekostet."

Die 75 neu angeschafften Container schafften es dann doch noch vor Jahresende an die vorgesehenen Stellplätze. Laut Kuster konnte die Stadt noch einen Deal mit einem Verwerter abschließen. Dieser kümmerte sich zwischen Weihnachten und Silvester um die Verwertung der Altkleider. Seit diesem Jahr laufe aber alles nach Plan.

"Unser Ziel ist es immer, zu Wochenbeginn und Wochenende die Brennpunkte durchzumachen und ansonsten die Container nach Bedarf zu leeren. Da haben wir verschiedene Sensoren drin, die uns sagen, die sind zu drei Viertel voll und dann machen wir die Stellplätze", so Kuster.

25 weitere Container sind aktuell in Planung. Der neue Betrieb erlaubt auch die gleichzeitige Abfuhr von Sperr- und Restmüll. Zusammen mit der Reinigung der Glascontainer ermöglicht das effizientes Arbeiten und doppelte Wertschöpfung für die TBR.

"Wir kriegen halt die Erlöse tatsächlich zum einen Mal, dass wir von den Dualen Systemen für die Reinigung von den Glascontainern bezahlt werden", erklärt Kuster. "Das zahlt so unsere Anfahrt im Prinzip. Und den Rest versuchen wir damit zu finanzieren, mit den Erlösen für die Altkleider. Und sagen wir mal, die sind noch relativ hoch."

Wie hoch die Erlöse der Altkleiderverwertung genau sind, ist aber Betriebsgeheimnis und bleibt unter Verschluss.


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