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Geislingen

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Bundespräsident a. D. Christian Wulff spricht über Herausforderungen und Chancen

Mehr als 500 Menschen waren am Montag in die Schlossparkhalle in Geislingen gekommen, um der flammenden Rede von Christian Wulff zu lauschen. Bei der Neujahrssitzung des Zollernalbkreises sprach der ehemalige Bundespräsident über Frieden und Demokratie und zeigte auf, vor welchen Herausforderungen Europa und Deutschland stehen - äußerte sich aber trotz allem optimistisch.

Traditionell endet die Neujahrssitzung des Landkreises mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne. An diesem Abend hätte sie passender nicht sein können, denn Christian Wulff hatte zuvor drei Aspekte genannt, mit denen sich Deutschland in naher Zukunft auseinandersetzen müsse. Das sei zum einen der Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen. "Dass wir die neue Rolle Chinas haben, die bisher unser Absatzmarkt waren und jetzt mit eigenen Produkten den europäischen Markt eher überschwemmen. Und dass wir es mit sozialen Netzwerken zu tun haben, die nicht die sachliche differenzierte Meinung verbreiten, sondern eigentlich immer die aggressive vom linken oder rechten Rand. Und dort wird das Netz genutzt, um die Gesellschaft zu spalten."

Der Bundespräsident habe laut Landrat Günther-Martin Pauli zurecht darauf hingewiesen, "dass wir unser demokratisches Miteinander nicht verwahrlosen dürfen, dass es nicht verlottern darf, dass Demokratie Demokraten benötigt." In Paulis Augen war diese Rede genau der richtige Impuls zum Auftakt des Jahres. Alle Menschen im Saal hätten gespürt, dass es sich lohne, sich für die Demokratie einzusetzen.

Unter den Zuhörern auch die sichtlich beeindruckte Wirtschaftsministerin aus Balingen, Nicole Hoffmeister-Kraut. "Wir müssen wieder mehr Verantwortung für uns selbst, für unser Land, für unsere Wirtschaft, für unsere Familie, für unsere Umwelt und unser Umfeld übernehmen. Und ich bin dann auch zuversichtlich, dass wir die Kraft haben, aus dieser herausfordernden Situation herauszukommen und aus der Krise auch eine Chance zu machen. Das muss doch unser Ziel sein, wir haben so ein starkes Fundament."

Laut Christian Wulff gebe es gerade aus dem Zollernalbkreis, gerade auch aus Baden-Württemberg, sehr starke Familienunternehmen, "hidden champions, sogenannte Weltmarktführer", in der Welt. "Und wenn die jetzt künstliche Intelligenz in ihre Produktion implementieren, wenn die sich verknüpfen mit den neuen Möglichkeiten, dann wird es große Durchbrüche geben in der Materialforschung, in der Nanotechnologie, in der Medizin, Pharmazeutik." Der Bundespräsident a. D. zeigte sich optimistisch. Er glaube, Zitat: "dass wir eine gute Zukunft haben, wenn wir daran arbeiten."

Auch der Zollernalbkreis startet mit einigen Herausforderungen ins neue Jahr. So soll mit dem Bau des Zollernalbklinikums begonnen werden. "Wir brauchen in der Verkehrsanbindung noch weitere Optimierungen und haben tatsächlich auch in der Haushaltsberatung sehr viele Investitionen in unsere Bildungseinrichtungen, berufliche Schulen, Förderschulen vorgesehen" - so Pauli.

Musikalisch begleitet wurde der Abend durch die Junge Bläserphilharmonie Zollernalb, die von vielen Seiten für ihr Können gelobt wurde.


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