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Tübingen

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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - 123,5 blutrote Schuhpaare erinnern an ermordete Frauen

123,5 rote Schuhpaare waren am Donnerstag über den Tübinger Marktplatz verteilt. Jedes Paar steht für die Geschichte einer ermordeten Frau in Deutschland. Wie die von Suzana L., die im Jahr 2007 von ihrem Ex-Ehemann am Stuttgarter Flughafen erschossen wurde.

Auf solche Geschichten wollte der Verein Frauen helfen Frauen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam machen. Laut Micha Schöller vom Verein zeigt die Statistik vom Bundeskriminalamt, dass alle 2,5 Tage eine Frau ermordet wird. 2020 wurden insgesamt 139 Frauen getötet.

Die Red Shoes Installation, also das Niederlegen von roten Schuhen, stammt aus Mexiko. Die Künstlerin Elina Chauvet wollte damit auf in Mexiko verschwundene, getötete und misshandelte Frauen hinweisen. Diese Idee verbreitete sich dann international.

Verbunden wird die Aktion auch mit einer klaren Forderung: Morde an Frauen sollen explizit als Femizide bezeichnet werden, so Schöller. Femizid ist der vorsätzliche Mord an Frauen, weil sie Frauen sind.

Die Tötung von Frauen falle bisher nicht unter einen eigenen Strafbestand, sondern gehöre zur Rubrik der Partnerschaftsgewalt. Davon lese man oft als "Beziehungsdrama". Würde in Zeitungen aber "Femizid" stehen, würde somit eine andere Form der Aufmerksamkeit geschaffen, so Schöller abschließend.

(Zuletzt geändert: Samstag, 27.11.21 - 09:51 Uhr   -   310 mal angesehen)

Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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Sonderausstellung: "Vernetzungen: Von Baisingen in die Welt" Das 19. Jahrhundert war für die Juden in Deutschland mit großen Veränderungen verbunden. Mit dem „Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden“, das König Friedrich Wilhelm III. Im Jahre 1812 erlassen hat, wurden sie mobiler und stiegen sozial auf. Diese Veränderungen waren auch im Rottenburger Stadtteil Baisingen zu sehen. Dokumente, die das Stadtarchiv nun verzeichnet hat, geben Einblick in das Leben der jüdischen Bevölkerung in Baisingen. Sie sind derzeit im Rahmen der Sonderausstellung „Vernetzungen: Von Baisingen in die Welt. Jüdische Baisingerinnen und Baisinger im Spiegel ihrer Inventuren“ in der Gedenkstätte Synagoge zu sehen.
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Hälfte der Impfberechtigten ist jetzt geboostert Seit dem 1. September 2021 gab es rund 5,54 Millionen Auffrischungsimpfungen in Baden-Württemberg - damit sind jetzt die Hälfte der impfberechtigten Baden-Württemberger geboostert.
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Hochschule beteiligt sich an deutsch-französischem Forschungsprojekt Das Werk 150 der ESB Business School an der Hochschule Reutlingen ist Teil eines deutsch-französischen Gemeinschaftsprojekts in der medizintechnischen Forschung.

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