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Ammerbuch-Breitenholz

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"Nicht Besserwisser, sondern Bessermacher": Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner beim Wahlkampf

Regionale Produkte und Bio-Landwirtschaft werden immer beliebter. Gleichzeitig darf es aber auch nicht viel kosten. Auf der anderen Seite müssen die Landwirte immer mehr ins Tierwohl und in den Klimaschutz investieren, aber gleichzeitig soll sich die Arbeit lohnen, damit nicht zu viele ihren Betrieb aufgeben. Ein Spannungsverhältnis, das auch für die Politik nicht einfach ist. Die CDU zeigt sich davon überzeugt, die besseren Konzepte zu haben. Nicht Besserwisser, sondern Bessermacher sei man, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Donnerstag in Ammerbuch-Breitenholz. Dort hatte die CDU-Politikerin zusammen mit der Wahlkreis-Abgeordneten Annette Widmann-Mauz den Hof der Familie Eißler besucht.

Draußen, vor dem Veranstaltungsgelände Proteste. Den Demonstranten ging es nicht nur um eine tierfreundlichere Produktionsweise, sondern vor allem auch um eine vegetarische oder vegane Lebensweise.

Im Inneren der Maschinenhalle des Bauernhofs präsentierten die Landwirte aus Ammerbuch ihre regionalen Köstlichkeiten. Gastgeber Jochen Eißler war es wichtig, der Ministerin auch die Besonderheiten baden-württembergischer Landwirtschaft näherzubringen: Klein parzellierte Grundstücke, hügelige Landschaft, besondere Bedingungen im Naturschutz.

Da werde vieles deutschlandweit gesehen mit sehr großen Betriebsstrukturen, aber auf die heimische Landwirtschaft in Schwaben treffe das schon nicht so ganz zu, sagte Gastgeber Jochen Eißler.

Mit Verspätung kam die Ministerin auf dem Hof an, begrüßt von Staatsministerin Annette Widman-Mauz. In Klöckners Vortrag ging es dann vor allem um mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft. Tierwohl, Pflanzenschutzmittel, Klimawandel; in der Landwirtschaft stehen viele Veränderungen an. Ein Fazit von Annette Widmann-Mauz; "Das sind schwierige Zielkonflikte, die es auszuhandeln gilt, aber wir schaffen das nur im Miteinander und in dem Maße, wie wir respektvoll miteinander umgehen."

Respektvolles Miteinander, das forderte auch die Landwirtschaftsministerin in der Fragestunde ein. Wer Fleisch esse oder wer vegan lebe, das sei eine freie Entscheidung, beides sei zu respektieren. Nur: das Fleisch sollte hochwertig sein. Auch im Zuge der notwendigen Veränderungen ist die Philosophie der CDU: Anreize statt Verbote: "Wir wollen es nicht mit Bevormundung tun, auch nicht mit der Erziehung oder dem Vorschreiben von Verzicht, wir setzen auf Einsicht und wir setzen auf Innovation und Technologien", sagte Widmann-Mauz.

Landwirte brauchen langfristige Perspektiven, wenn sie in Tierwohl und Qualität investieren wollten, betonte sie. Für die Ministerin gab es noch einen Präsentkorb, dann ging es schnell weiter zum nächsten Termin.

(Zuletzt geändert: Freitag, 03.09.21 - 14:45 Uhr   -   1240 mal angesehen)

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