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Tübingen

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20-Jähriges Jubiläum - Institut für Ethik und Geschichte der Medizin feiert sein Bestehen

Stellen Sie sich vor Sie machen Urlaub auf einem anderen Kontinent - und werden krank. Wenn Sie sich dort in ärztliche Obhut begeben, dann kennen sie natürlich logischerweise den Arzt nicht. Können Sie trotzdem die gleichen Verhaltensweisen wie in Deutschland erwarten? Um Ärzte weltweit auf einheitliche Prinzipien zu verpflichten, gibt es unter anderem das "Institut für Ethik und Geschichte der Medizin" in Tübingen. Und die feierten am Donnerstag ihr 20-Jähriges Jubiläum.

Zum 20-Jährigen Jubiläum ihres Instituts, hielten Wissenschaftler und Ärzte des „Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin" ein Symposium mit dem Thema „Das ärztliche Ethos in einer globalisierten Welt" ab. Was genau unter dieser Thematik zu verstehen ist, erklärte uns der Direktor des Instituts, Professor Doktor Urban Wiesing.

„Sie müssen sich das ganz konkret als Patient vorstellen. Stellen Sie sich vor, dass Sie sich auf irgendeiner Ecke dieser Welt das Bein brechen. Und kann ich dann von den Ärzten, egal wo ich bin, bestimmte Verhaltensweisen erwarten? Gelten bestimmte ethische Prinzipien für alle Ärzte auf dieser Welt? Das ist die Fragestellung. Darüber wollen wir uns heute unterhalten" so Wiesing.

Auch für die Ärzte würde sich durch die Globalisierung viel verändern. So müssen Ärzte immer auf dem neuesten Stand bleiben und das eben nicht nur bei bekannten Erkrankungen, sondern bei weltweiten.

„Ebola wäre vor hundert Jahren überhaupt nicht das Problem gewesen, weil die Reisewege viel länger waren. Wenn Sie heute innerhalb weniger Stunden vom einen Kontinent zum anderen können, bedeutet das auch, dass bestimmte Erkrankungen viel schneller transportiert werden können," erklärt uns Wiesing.

Gerade auch beim Thema Forschung mit Stammzellen sei es wichtig, dass Standards und Prinzipien festgelegt würden, da die Verwendung immer bedeutsamer werde.

Gerade für solche Fragestellung und ethische Problemlösungen sei das Institut wichtig. Mittlerweile gibt es fast überall in Deutschland Institute für Ethik der Medizin, Tübingen sei aber vor 20 Jahren das erste und einzige in Deutschland gewesen, so der Direktor des Instituts.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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Angeklagter gesteht "Polizisten-Trick" Der vor dem Landgericht Tübingen wegen des Polizisten-Tricks stehende 31 jährige Mann hat gestanden. Am Montag gab der Angeklagte zu, dass er sich am Telefon als Polizeibeamter ausgegeben hatte und so meist alleinstehende Senioren um ihr Hab und Gut brachte. Insgesamt ergaunerte er mit dieser Masche rund 110.000 Euro.
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Lebenslange Haft für in Tübingen gefassten BVB-Bomber gefordert Plädoyers im Prozess um den Bombenanschlag auf den Bus des Fußballvereins Borussia Dortmund: Die Staatsanwaltschaft hat lebenslange Haft für den Angeklagten Sergej W. gefordert, der in Tübingen auf der Morgenstelle festgenommen worden war.
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"M"Arché im Carré" - Benefizmarkt zugunsten der ARCHE Intensivkinder Die Kinderkrankenpflege "ARCHE Intensivkinder" aus Kusterdingen-Mähringen gilt als Kompetenzzentrum für dauerbeatmete Säuglinge und Kinder. Unter dem Motto "Liebe und Hightech zum Überleben" haben sich die zwei Geschäftsführerinnen Christiane Miarka-Mauthe und Sabine Vaihinger vor elf Jahren das Ziel gesetzt, intensivpflegebedürftigen Kindern eine familiäre Alternative zur Intensivstation des Krankenhauses zu geben. Mit diesem Konzept gelten sie als Vorreiter. Erstmals wurde nun am vergangenen Samstag der Benefiz-Markt "M"Arché" veranstaltet sowie eine GALA, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und Spenden zu sammeln.

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