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Stuttgart

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Wird das Auto überflüssig?

"S" heilig Blechle" ist dem Schwaben vor allem eins: heilig. Doch laut der Studie "Mobiles Baden-Württemberg" könnte es mit dem Individualverkehr und somit auch mit dem geliebten Auto in Zukunft vorbei sein. Die Studie zeigt aber auch Möglichkeiten, die eigene Mobilität zu behalten und trotzdem die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.

Mit 32 % ist der Verkehr der größte CO2-Verursacher in Baden-Württemberg.

Bereits im Februar 2015 wurde deshalb eine Studie zur Mobilität im Jahr 2050 in Auftrag gegeben. Verschiedene Institute, unter anderem das Öko-Institut, haben mögliche Mobilitäts-Modelle erarbeitet und im Stuttgarter Landtag vorgestellt.

Ein vielversprechendes Modell setzt auf ein gut ausgebautes und attraktives, öffentliches Verkehrssystem. Der PKW-Besitz würde dann eben nur noch eine sehr geringe Rolle spielen. Ergänzend dazu gäbe es Bike- und Carsharing Angebote. Doch was würde das für die Automobil-Industrie im Land bedeuten?

Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen sieht in dem Mobilitäts-Umbruch auch eine Chance für Baden-Württemberg. Die große politische Aufgabe sei es daher, die Potenziale aus diesem Wandel zu heben. Weiter betont der Fraktionsvorsitzende, dass das Elektroauto der Zukunft eben nicht aus China oder Amerika kommen solle, sondern eben aus Baden-Württemberg.

Doch viele Bürgerinnen und Bürger finden öffentliche Verkehrsmittel unattraktiv. In Stoßzeiten sind Busse und Bahnen zu überlaufen und auch die Zeiten passen nicht immer zu den eigenen Bedürfnissen. Es braucht daher äußerst attraktive Komponenten, um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel schmackhaft zu machen.

Professor Wolfgang Reinhart, Fraktionsvorsitzender der CDU, überzeugt da vor allem ein Argument: die Zeitersparnis.

„Wenn ich demnächst nach Ulm fahre und die geplanten Vorhaben realisiert sind brauche ich 26 Minuten, nach Mannheim 34 Minuten" so Reinhart.

In dieser Zeitspanne schafft es der eigene Pkw natürlich nicht. Und Staus sind da noch nicht eingerechnet.

Zeitersparnis ist durchaus ein sehr überzeugendes Argument für Viele. Durch gutes Wifi hat man zudem noch die Möglichkeit während der Fahrt zu Arbeiten oder soziale Kontakte zu pflegen.

Gute und zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel, Elektro-Autos, autonomes Fahren sowie Fahrradschnellwege sollen das zukünftige Verkehrsbild prägen. Das eigene Auto wird im Idealfall zur Ausnahme.

Außerdem soll bis 2050 der Verbrennungsmotor gänzlich abgeschafft und der Fahrzeugbestand vollständig elektrifiziert sein. Die Studie bietet Handlungsempfehlungen und soll als Handwerkszeug dienen. Mitmachen müssen aber alle – zu guter Letzt die Bürgerinnen und Bürger selbst.


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