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Esslingen

Foto: SWR/Tom Oettle
Radio-Legende Matthias Holtmann ist tot

Der Südwesten verliert eine seiner bekanntesten Radiostimmen: Matthias Holtmann ist im Alter von 75 Jahren in Esslingen gestorben. Der Kult-Moderator war auf SDR3, SWR3 und SWR1 zu hören. Auch im TV war er mit seiner schlagfertigen Art im Einsatz, zuvor am LTT in Tübingen und als Musiker.

Bevor Matthias "Matze" Holtmann - geboren 1950 in Kamen (Westfalen) - als Moderator bekannt wurde, führte ihn sein Weg zunächst zur Musik. An der Musikhochschule Köln studierte er Schlagzeug und spielte anschließend unter anderem am Landestheater Tübingen.

Später tourte er mit der Rockband Triumvirat und stand mit Mister Wendelins Dixie Band auf der Bühne, bevor er 1979 zum Süddeutschen Rundfunk (SDR) nach Stuttgart wechselte. Dort entwickelte er sich rasch zu einem der prägenden Köpfe von SDR 3, der legendären Popwelle für den "wilden Süden".

Eine Stimme für den „Wilden Süden"

Mit Sendungen wie SDR 3 Treff, Dr. Music und später der SWR1 Hitparade wurde Holtmann zu einem vertrauten Begleiter unzähliger Hörerinnen und Hörer in Baden-Württemberg. Nach der Fusion von SDR und SWF war er Musikchef und Moderator bei SWR3, bevor er 2005 zu SWR1 Baden-Württemberg wechselte.

Dort prägte er das Programm mit seiner unverwechselbaren Handschrift weiter und erfand neue Formate – darunter die erfolgreiche Konzertreihe SWR1 Pop & Poesie in Concert, die bis heute große Hallen füllt.

Humor trotz Krankheit

2009 erhielt Holtmann die Diagnose Parkinson. Anstatt sich zurückzuziehen, sprach er offen über seine Erkrankung – auch auf der Bühne. Sein Humor und seine Gelassenheit beeindruckten Kolleginnen, Kollegen und Publikum gleichermaßen. Im Mai 2024 trat er zum letzten Mal auf – beim großen Pop & Poesie-Konzert auf dem Stuttgarter Schlossplatz, wo er mit Standing Ovations verabschiedet wurde.

"Dank der internationalen Pharmaindustrie" gehe es ihm gut, sagte Holtmann vor einem Jahr in einem Podcast dem SWR-Journalisten Gregor Glöckner. Er könnte alles selber machen, auch Autofahren. Damals berichtete er von seinen Plänen für eine Comedyshow mit Musik namens "Matzedonien", mit der er 10 bis 15 mal in kleineren Hallen auftreten wolle. 

„Ein Großer mit Rock'n'Roll im Blut"

SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte Holtmann als „echte Radiolegende", die das Lebensgefühl des Südwestens nicht nur repräsentiert, sondern geprägt habe. Landessenderdirektorin Stefanie Schneider sagte: „Matthias Holtmann war intelligent, super gebildet und gnadenlos witzig – ein integrer Mensch mit ganz viel Rock'n'Roll im Blut. Ein wirklich Großer, der unersetzlich ist."


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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Spuren von Brandbeschleuniger am Umspannwerk gefunden Nach dem großflächigen Stromausfall in Reutlingen gehen die Behörden inzwischen von Brandstiftung im Umspannwerk West aus. Das Landeskriminalamt bittet nun die Bevölkerung um Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen sowie um Fotos oder Videos aus der Nacht auf Montag.
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Stromausfall: Polizei-Hundertschaft sichert Gewerbegebiet Nach dem Stromausfall in Reutlingen sind viele Betriebe im Industriegebiet Mark West noch nicht am Netz. Ihre Versorgung wird laut Stadt nicht vor Mittwochabend?wiederhergestellt sein. Die Polizei ist mit zusätzlichen Kräften im Einsatz.
Foto: RTF.1
"Ein Grad von Menschenverachtung, der betroffen macht": Staatsschutz ermittelt nach Stromausfall Nach dem großen Stromausfall in Reutlingen, Wannweil und Kirchentellinsfurt hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Das gab Manuel Hagel am Montagabend bei seinem Besuch des Umspannwerks Mark West bekannt. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Brand bewusst und gezielt gelegt wurde. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, hat die FairNetz GmbH für nahezu alle Privathaushalte im betroffenen Gebiet provisorisch die Stromversorgung wiederhergestellt. Bis alle Gewerbebetriebe mit Strom versorgt seien, werde es aber noch bis frühestens Mittwochabend dauern.

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