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Region Neckar-Alb/Baden-Württemberg

Foto: RTF.1
Erntebilanz 2025 durchwachsen

Für die Landwirte in der Region Neckar-Alb war es ein schwieriges Anbaujahr voller Herausforderungen. Zuerst der heiße, trockene Juni, dann langanhaltende Niederschläge zur Erntezeit im Juli. Dazu kommt die angespannte Marktlage. Die sorgt dafür, dass die Preise auf einem sehr niedrigen Niveau liegen, während gleichzeitig die Betriebsmittelkosten gestiegen sind. So fällt die Erntebilanz 2025 eher durchwachsen aus.

Längst sind die Mährdrescher wieder vom Feld; die Geitreideernte ist eingebracht. Dieses Jahr gilt trotz der längeren Regenphase im Juli als trockenes Jahr. Teilweise gab es sogar Trockenschäden auf der Alb. Und generell gilt: In trockenen Jahren ist die Ernte besser als in nassen Jahren. 

Gebhard Aierstock, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Reutlingen: "Die Ernteerträge beim Getreide waren ca. 10 Prozent besser wie letztes Jahr, natürlich mit regionalen Unterschieden, teilweise wie schon gesagt auf trockenen Standorten gab es dann auch Kümmerkorn, da war der Ertrag dann nicht so toll, aber insgesamt sind wir mit dem Ertrag zufrieden."

Problematisch war: Genau zur Erntezeit kam der Regen, und das Getreide, das schon reif war, ist ausgewachsen, taugt also nur noch als Futtergetreide. Bei Dinkel, Roggen und Triticale gilt das für ganze 30 Prozent. Problematisch sind auch die Marktpreise beim Getreide.

"Wir sind jetzt aktuell wieder bei 16 Euro pro Doppelzentner Futtergetreide, und dann kann man einfach sagen, da können wir uns wieder unterhalten über Weizen verheizen, nämlich der Heizwert von Weizen, der liegt irgendwo bei 30 Euro", so Aierstock. So ließe sich wirtschaftlich nicht mehr arbeiten.

Besser sieht es momentan in der Tierhaltung aus. Milchpreise und Rindfleischpreise sind zur Zeit gut. Allerdings: Die Tierbestände gehen zurück. Grund ist die zunehmende Konkurrenz aus dem Ausland. Gebhard Aierstock: "Man kann sich dann, wenn man Statistik betrachtet, hochrechnen, wie lange es noch geht, habe ich manchmal gesagt, bis wir die rote Wurst im Festzelt nicht mehr kaufen können, wir hoffen, dass es so weit nicht kommt, und deshalb unser Appell auch an die Verbraucher, regional einzukaufen, sei es beim Bauern um die Ecke oder im Supermarkt eben tatsächlich gucken: Wo kommt die Ware her?"

Der Mais steht noch auf den Feldern. Allerdings sind die Bestände kürzer, weil sie unter der Trockenheit gelitten haben. Die Kolben werden jetzt gerade ausgebildet. Er hoffe, dass die Qualität dieses Jahr recht gut sei, so Aierstock.

Was das Gras angeht, so dürfte die Futterbilanz dieses Jahr ausreichend sein. "Beim Gras war es dann so, dass der erste Schnitt noch relativ gut war, abgesehen von richtig trockenen Standorten, der zweite beziehungsweise teilweise dritte Schnitt, je nach der Schnittfolge ist dann teilweise ausgefallen, weil es zu trocken war, aber jetzt sehen wir aktuell wieder die Wiesen grasgrün", sagt Aierstock. Im Juni waren noch viele Flächen braun. Aber das hat sich durch den Regen im Juli und teilweise im August geändert.


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