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Reutlingen

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Jahresabschluss der Kreiskliniken: Besser als geplant, schlechter als erhofft

Mit einem Minus ging das Jahr 2024 für die Kreiskliniken Reutlingen gGmbH zu Ende. Das haben die Verantwortlichen rund um Geschäftsführer Dominik Nusser am Montag im Reutlinger Landratsamt gegeben. Darüber hinaus war es ein Jahr, in dem in mehreren Bereichen schon einmal in die nähere Zukunft geblickt wurde. Die Details:

Ist das sprichwörtliche Glas bei den Kreiskliniken Reutlingen eher halb leer oder eher halb voll? Für beides fand Dominik Nusser am Montag im Reutlinger Landratsamt Argumente. Denn finanziell gesehen liest sich das Minus im Jahr 2024 zwar deutlich, befürchtet habe man aber deutlich Schlimmeres.

"Wir haben dieses Jahr einen Abschluss mit etwa 8,7 Millionen Euro Defizit. Das ist natürlich weit weg von dem, wo wir eigentlich hin wollen, auch wenn es gleichzeitig besser ist, als geplant. Maßgeblich ist es aber schon von Einmaleffekten getragen, das heißt allein aus dem operativen Geschäft haben wir diesen Sprung nicht geschafft. Das ist extrem bedauerlich. Es zeigt aber auch, dass wir in Zukunft stabile politische Rahmenbedingungen brauchen" so Nusser.

Konkret bedeutet das: Vom Bund wünscht man sich, dass der Betrieb der Kliniken auskömmlich finanziert wird, sagt Landrat Dr. Ulrich Fiedler. Andernfalls müsse der Landkreis diese an die Städte und Gemeinden weitergeben.

"Und für das Land gilt das gleiche. Wir haben mit dem Land eine Rechtsbeziehung. Die sieht vor, dass die Investitionen durch das Land vollständig ersetzt werden. Dort sind die Quoten der Unterstützung viel zu niedrig. Wir brauchen also endlich eine Situation, in der wir den strukturellen Defiziten so begegnen können, das Land und Bund ihrer Verantwortung gerecht werden" so Fiedler.

Wie viele andere Versorgungsstrukturen hatten auch die Kreiskliniken im vergangenen Jahr mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen, berichtet Nusser. Neuzugänge gab es dagegen auf drei Chefarzt-Positionen.

In der Überprüfung befindet sich das Medizinkonzept 2030. Dort wartet man in Reutlingen auf die Zuteilung der Leistungsgruppen, also für welche medizinischen Bereiche die Kreiskliniken in Zukunft zuständig sind.

"Das heißt wir werden uns auf die Dinge konzentrieren, die wir heute schon gut können und suchen dann ganz aktiv nach Kooperationen wo wir sagen: Das sind Fallzahlen im niedrigen Bereich, da haben Kolleginnen und Kollegen um uns herum mehr Expertise drin" so Nusser.

Mit Blick auf die nähere Zukunft sollen bei den Kreiskliniken vor allem die Planungen für einen Neubau voran getrieben werden.

"Wir brauchen den Neubau dringend. Wir haben eine überalterte Gebäudesubstanz, die weder den modernen Prozessen standhält, noch finanziell besonders attraktiv ist, weil sie eine hohe Instandhaltung hat" so der Geschäftsführer weiter.

Finanziell wird sich das Minus vermutlich auch im kommenden Jahr nicht beheben lassen. Im Gegenteil: Für 2025 planen die Kreiskliniken mit einem Defizit von -13 Millionen Euro.


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