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Metzingen

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Erstes Maultaschen-Festival

Maultaschen - auch liebevoll „Herrgottsbscheißerle“ genannt - sind eine Spezialität der schwäbischen Küche. Traditionell sind die aus Nudelteig geformten Taschen mit Brät, Zwiebeln und Brötchen gefüllt. Mittlerweile jedoch gibt es Sie in zahlreichen schmackhaften Varianten mit und ohne Fleisch. Seit 2009 sind die „Schwäbischen Maultaschen“ in ihrer Herkunftsbezeichnung von der EU sogar geschützt. Grund genug, der leckeren Nationalspeise, die sich auf vielfältige Weise zubereiten lässt, ein eigenes Festival zu widmen.

Ob wohl eine Maultsche in der Brust von Volker Klenk schlägt? Der Schwabe liebt die Nudelspezialität von klein auf. Er hat nicht nur den Weltmaultaschentag ins Leben gerufen. Er ist auch Deutschlands Maultaschen-Blogger Nummer eins und schreibt Beiträge rund um die Maultasche, die schwäbische Genusskultur und andere Maultaschenprojekte. An seinem Stand konnten Maultaschenfans am Samstag auch die Maultaschen seiner Oma Lisbeth probieren. "Wir haben ein ganz puristisches Rezept: Hackfleisch, Brät, viel Spinat, Brot, Eier, Zwiebeln, noch ein paar Gewürze - fertig. Das Ganze locker von Hand gemischt und im Topf gegart. Und dann kommt eine ganz fluffige, saftige, toll schmeckende Maultasche heraus. In seinem Kochbuch "Das Maultaschen-Manifest" hat Volker Klenk 50 traditionelle Maultaschenrezepte zusammen getragen – natürlich ist auch das von Oma Lisbeth drin. Dazu sind viele Geschichten, Anekdoten, Kurioses und Interessantes rund um die schwäbische Maultasche drin.

NICHT darin zu finden sind allerdings die Maultaschen-Spätzle, die die Bäckerei BeckaBeck eigens fürs Maultaschen-Festival kreiert hat. "Wir wollten nicht mit ganz normalen Herrgottssbeißerle beim Maultaschen-Festival mitmachen und haben ein bisschen rumgesponnen", erklärt Genusstüftlerin Melanie Lang. Inhaber Heiner Beck kam dann auf die Idee, "die zwei schwäbischen Superfoods Maultaschen und Spätzle zu vereinen. Das ist quasi ein Spätzlesteig mit dem Innenleben einer Maultasche: Brät, Hackfleisch, Spinat, Kräuter. Das haben wir vermischt." Am richtigen Nudelteig für die Maultaschen scheiden sich – wie wohl auch bei der richtigen Füllung – die Geister.

Neben den vielen Ständen gibt es auch einen Maultaschenpfad. Dort kann man an zehn Stationen Wissenswertes über die Maultaschen erfahren, neue Rezepte kennenlernen und an einem Quiz teilnehmen.

Auch Osiander-Geschäftsführer Christian Riethmüller hat sein Herz früh an die Maultasche verloren: "Weil's a) gut schmeckt, und weil es b) ganz viele Variationen gibt. Mann kann es zum Salat dazu essen, man kann es als Hauptspeise machen, man kann es als Suppe essen. Es gibt unendliche Variationen mit Soßen, mit Käse, mit Gemüse. Daher ist die Maultasche eine passende Zutat für ganz viele verschiedene Mahlzeiten." Auch als Zutat für Eis scheint sich die Maultasche zu eignen, zumindest in abgewandelter Form mit süßer Füllung. Aber auch mongolische Dumplings findet der Feinschmecker beim Maultaschen-Festival, das noch bis Sonntag um 18 Uhr geht, sowie indische, italienische oder vegane Varianten. Und auch süße Maultaschen aus dem Schwarzwald gibt es: Marzipan mit Himbeer-, Pistazien-, Zitronen- oder Nougatfüllung


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