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Reutlingen

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"Tu was!" - Bundesweite Polizeiaktion zur Zivilcourage wird mobil umgesetzt

Tu was! - so lautet die bundesweite Aktion der Polizei zum Thema Zivilcourage. Sie wurde 2001 ins Leben gerufen, damals unter einem anderen Slogan, doch die Message bleibt die Gleiche: Bürgerinnen und Bürger haben die Pflicht, bei Notfällen und sonstigen Gefahren einzugreifen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Die Regeln, an denen Menschen sich bei ihrem Handeln orientieren können, ziehen derzeit mobil durch Reutlingen - nämlich auf einem Bus der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft. So setzt das Polizeipräsidium Reutlingen die bundesweite Kampagne in der Achalmstadt um.

Aktion "Tu was" auf RSV-Bus

Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr. Das ist die erste von insgesamt sechs Regeln, die Menschen beachten sollen, wenn sie Zivilcourage zeigen und in gefährlichen Situationen eingreifen. Diese Regeln zieren nun in bunten Farben einen Bus des Reutlinger Stadtverkehrs. Grund dafür ist die bundesweite Polizeiaktion „Tu was", die Menschen für mehr Solidarität sensibilisieren möchte. Die Polizei Reutlingen hat diese Kampagne zum Thema Zivilcourage auf mobile Weise umgesetzt.

Das Tolle an diesem Projekt, so Polizeipräsident Udo Vogel, sei, dass es ein Hingucker sei. Und um dieses Thema gehe es ja auch: dass man hinguckt und nicht wegschaut. Dass man sich um Menschen kümmert, die in Not sind. Normale Werbeplakate würden gar nicht mehr wirklich auffallen, findet Vogel. Aber solch ein bunter Bus schon.

Im ÖPNV zeigt sich eine gewisse Gereiztheit

Die RSV unterstützt die Aktion sehr gern, denn auch im ÖPNV sei Zivilcourage wichtig, betont Bernd Kugel, Pressesprecher der Verkehrsgesellschaft. Es sei eine gewisse Gereiztheit in der Gesellschaft vorhanden, das mache sich gerade im Personennahverkehr bemerkbar: "Durch die lange Pandemie und auch durch die Regelflut, die unsere Fahrgäste miterleben müsse - Maskenpflicht, 3G-Regel - ist bei dem ein oder anderen die Zündschnur recht kurz geworden." Indem die RSV das Projekt unterstützt, soll ein Ruck durch die Fahrgäste gehen, zu helfen, wenn es möglich ist.

Wie im Dezember 2021: Am Zentralen Omnibusbahnhof wurde ein Busfahrer angegriffen. Ein Jugendlicher hatte auf ihn eingeprügelt. Mehrere Fahrgäste kamen dem Busfahrer dann zu Hilfe.

Hier wurde also Zivilcourage gezeigt. Und die bunte Kampagne auf dem Bus soll die Menschen in ganz Reutlingen erreichen und dazu ermutigen, hinzuschauen.

Polizeipräsidium bedankt sich bei Unterstützern und Kooperationspartnern

Die RSV stellt die Werbefläche des Busses kostenlos zur Verfügung.

Gefördert wurde das Projekt außerdem vom Landratsamt Reutlingen mit 2.000 Euro, vom Förderverein Kriminal- und Verkehrsprävention Landkreis Reutlingen mit 2.500 Euro sowie vom baden-württembergischen Landeskriminalamt mit 3.500 Euro.

Mehr zur Aktion "Tu was!" finden Sie hier.


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