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Tübingen

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"Seeger macht blau" - OB Palmer nimmt größte Solaranlage der Stadt in Betrieb

"Öko macht Spaß, wenn man's richtig macht" erklärt Martin Häcker, Geschäftsführer vom Autohaus Seeger in Tübingen, heute Vormittag. Und Häcker muss es wissen. Denn auf dem Dach des Autohauses befindet sich die größte private Photovoltaikanlage der Universitätsstadt.

Auch Oberbürgermeister Boris Palmer wollte wissen, wie hier umweltfreundlicher Strom produziert wird und war bei der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage vor Ort.

Bis ins Jahr 2030 soll die Universitätsstadt Tübingen klimaneutral werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das in Tübingens Schaffhaußenstraße gelegene Autohaus Seeger und zwar mit der derzeit größten Photovoltaikanlage der Stadt.

Das freut auch Tübingens Oberbürgermeister, Boris Palmer, bei der offiziellen Inbetriebnahme der Solaranlage am heutigen Freitag. Laut dem Stadtoberhaupt ist der umweltfreundliche Strom von Tübingens Dächern die Energiequelle der Zukunft.

Dieser Meinung ist auch Martin Häcker, Geschäftsführer beim Autohaus Seeger und Initiator des kllimafreundlichen Konzepts "Seeger macht blau" des Unternehmens. Es gehe ihm darum, Ökologie und Technik zu verbinden, um letztlich Kosten einzusparen, so der Geschäftsmann. Deshalb gibt es seit April 2021 auf dem Dach des Autohauses nun auch die größte private Solaranlage Tübingens.

Die Anlage besitzt eine Leistung von 410 Kilowatt. Und soll jährlich 375.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies entspräche dann dem Jahresstromverbrauch von etwa 150 Zweipersonen Haushalten. Geht es nach Palmer, ist das aber erst der Anfang. Geschäftsmann Martin Häcker kann seinen Nachbarn im Tübinger Industriegebiet den Umstieg auf klimafreundliche Energiequellen jedenfalls nur empfehlen. Häcker gibt aber auch zu, dass es für so ein Großprojekt die richtigen Partner braucht. 

In seinem Fall war das die Bürgerenergiegenossenschaft "Erneuerbare Energien Neckar-Alb", die die Anlage projektiert und finanziert hat und sie auch betreibt. Fa. Seeger stellt der Bürgerenergiegenossenschaft das Dach kostenlos zur Verfügung, die Genossenschaft betreibt die PV-Anlage eigenverantwortlich und stellt der Fa. Seeger kostengünstig Strom zur Verfügung.

Ziel der Energiegenossenschaft ist es, die Energiewende gemeinsam mit den Bürgern in der Region vorwärts zu bringen. Auf dem Weg zum Ziel "klimaneutrale Stadt" hat die Zusammenarbeit von Martin Häcker, der Energiegenossenschaft Neckar-Alb und der städtischen Stabsstelle für Klima- und Umweltschutz, Tübingen wohl jetzt schon um einiges vorwärts gebracht.

Anmerkung der Redaktion:
Der vorletzte Absatz dieses Artikels wurde aufgrund eines Zuschauer-Hinweises präzisiert.

(Zuletzt geändert: Samstag, 01.05.21 - 08:16 Uhr   -   1325 mal angesehen)

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