BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

NABU

Foto: RTF.1
Umfrage zeigt hohe Akzeptanz von Wölfen im Südwesten

Die Akzeptanz von Wölfen in Deutschland ist nach wie vor hoch. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage, die der NABU anlässlich des Tages des Wolfes in Auftrag gegeben hat.

2.360 Personen wurden befragt, um zu ermitteln, ob sich mit der Zunahme des Wolfsbestandes und der Ausbreitung in weitere Bundesländer die Einstellung gegenüber Wölfen verändert hat. Seit den vergangenen Umfragen 2015 und 2018 hat sich die Stimmung gegenüber dem Wolf kaum verändert: „Die Menschen in Deutschland stehen der Anwesenheit von Wölfen nach wie vor positiv gegenüber. Wir müssen wieder lernen mit Wölfen zu leben. Dazu gehört neben dem Bereitstellen von Informationen und Aufklärungsarbeit vor allem die Unterstützung für Nutztierhalterinnen und -halter beim Herdenschutz im Land", sagt Felicitas Rechtenwald, Wolfsexpertin des NABU Baden-Württemberg.

Ergebnisse zeigen: Zustimmung zum Wolf im Südwesten hoch

In Baden-Württemberg ist die Zustimmung zum Rückkehrer Wolf überdurchschnittlich hoch. Während im Bundesdurchschnitt 77 Prozent der Befragten es erfreulich finden, dass Wölfe wieder hier leben, sind es im Südwesten 82 Prozent. Insgesamt 83 Prozent der Befragten aus Baden-Württemberg vertreten die Ansicht, der Wolf gehöre, genauso wie Füchse, Rehe oder Biber, in unsere Landschaft. Die Mehrheit findet die Lebensweise von Wölfen spannend (74 Prozent) und die Darstellung von Risiken durch Wölfe in den Medien übertrieben (67 Prozent). Die Umfrage zeigt zudem, dass bundesweit in Regionen mit Wölfen die Ablehnung der Tiere nur marginal höher ist als im Durchschnitt: Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) begrüßen auch hier die Rückkehr von Wölfen und meinen, dass sie wie andere Wildtiere in unsere Landschaft gehören.

Herdenschutz ist wichtiger Faktor für Akzeptanz

77 Prozent der Befragten aus Baden-Württemberg geben an, dass Wölfe selbst dann in Deutschland leben sollen, wenn es zu Problemen kommt. NABU-Wolfsexpertin Felicitas Rechtenwald wertet das als klares Votum für die grundsätzliche Daseinsberechtigung von Wölfen in unserer Natur: „Viele Menschen sind zu Recht fasziniert vom Wolf und seiner Lebensweise, und haben kein Problem mit seiner Rückkehr in den Süden, auch wenn diese mit Herausforderungen verbunden ist ".

In Bezug auf Nutztierrisse meinen im Südwesten nur 32 Prozent der Befragten (bundesweit 38 Prozent), dass Wölfe, die trotz Herdenschutz Nutztiere reißen, kontrolliert getötet werden sollten. 51 Prozent lehnen diese Vorgehensweise ab (bundesweit 49 Prozent). Der NABU sieht sich durch die Umfrageergebnisse in seiner Wolfsarbeit bestätigt: „Wölfe gehören als Großsäuger in unsere Kulturlandschaft. Wichtig sind sachliche Informationen. Von der neuen Landesregierung erwarten wir, dass sie ihren Kurs konsequent fortsetzt, die Nutztierhalterinnen und -halter im Land beim Herdenschutz umfassend zu beraten, praxisnah zu unterstützen und wo nötig nach individuellen Lösungen zu suchen", so Rechtenwald. „Baden-Württemberg nimmt in Sachen Herdenschutz bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Auch die Ergebnisse des nun erfolgreich abgeschlossenen Herdenschutzprojekts können sich sehen lassen, zeigen sie doch Möglichkeiten des Herdenschutzes in schwierigen topografischen Lagen", ergänzt Rechtenwald.

Quelle: Pressemitteilung NABU

(Zuletzt geändert: Freitag, 30.04.21 - 13:38 Uhr   -   585 mal angesehen)

Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: RTF.1
Gute Wirksamkeit gegen Mutationen: CureVac entwickelt neuen Impfstoffkandidaten Das biopharmazeutische Unternehmen CureVac aus Tübingen hat in Kooperation mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline einen neuen Impfstoffkandidaten entwickelt.
Foto: RTF.1
Bio-Plastik - Cyanobakterien könnten die Plastikindustrie revolutionieren Rund 370 Millionen Tonnen Kunststoffe werden pro Jahr produziert - und die Tendenz steigt. Immer mehr Plastikmüll landet am Ende in der Natur, verschmutzt die Meere und gelangt nicht selten in Form von Mikroplastik auch in die Nahrungskette. Zudem wird Plastik überwiegend aus Erdöl hergestellt und setzt bei der Verbrennung somit zusätzliches CO2 in die Atmosphäre frei. Einer, der über dieses Problem schon lange nachdenkt und auf der Suche nach einem echten Bio-Plastik jahrzehntelange Forschungen mit sogenannten Cyanobakterien durchgeführt hat, ist Professor Karl Forchhammer von der Universität Tübingen. Was er vor kurzem zusammen mit seinem Forschungsteam entdeckt hat, könnte die Plastikindustrie dauerhaft verändern.
Foto: RTF.1
Abgeordnete antworten auf Palmer-Brief In einem aktuellen Schreiben, reagieren die grünen und sozialdemokratischen abgeordneten aus der Region, Chris Kühn, Martin Rosemann und Dorothea Kliche Behnke auf einen Brief von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.

Werbung:

Weitere Meldungen