BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

Baden-Württemberg

Foto:
FDP-Chef Christian Lindner zur Bedeutung von regionalen Fernsehsendern

In Zeiten zunehmender Fake-News in sozialen Medien, ist die Arbeit lokaler und regionaler Medien von hoher Bedeutung. Die Sender, die sich aus eigenem Antrieb gegründet haben, bekommen allerdings nach wie vor keine finanziellen Zuschüsse, obwohl deren Wichtigkeit immer wieder auch seitens der Politik betont wird.

In der vergangenen Woche war der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner zu Besuch in Metzingen. Wir haben ihn nach seine Meinung zu diesem Thema gefragt.

„Es gibt in Deutschland leider viele Bereiche in Kultur und Medien, die nicht in der Weise unterstützt werden, wie das sein sollte. Regionales Fernsehen gibt es nicht überall in Deutschland, aber da wo es das gibt, ist es eine Bereicherung für die Medienlandschaft. Pluralität von Medienangeboten macht ja auch eine lebendige Demokratie aus und deshalb müssen wir solche Unternehmen und Initiativen in gleicher Weise unterstützen wie andere", erklärt Lindner im Interview.

Gefördert werden aber nur sieben von acht Regionen in Baden-Württemberg – und zwar jene 7 Regionalsender, die auf die Initiative der LfK – also der Landesanstalt für Kommunikation – entstanden sind. Der 8. Regionalsender - RTF.1 - , der aus eigenem Antrieb gegründet wurde, wird nach wie vor nicht gefördert.

RTF.1-Chef Stefan Klarner – der auch der Präsident des Fernsehverbandes VdiF ist - übt scharfe Kritik an der derzeitigen Förderpolitik: „Regionale Fernsehveranstalter, die sich aus eigenem unternehmerischen Antrieb gegründet haben, werden bei der Fernsehförderung in einer nicht akzeptablen Weise diskriminiert. Dies ist ein medienpolitisch unhaltbarer Zustand. Wir fordern von der Landesregierung eine diskriminierungsfreie Regionalfernseh-Förderung ein!"

Der jüngst neu geschlossene Medienstaatsvertrag hätte in Sachen diskriminierungsfreier Fernsehförderung eine entscheidende Weichenstellung vertan, so Klarner weiter. So werde die Leistung für Meinungsbildung, die regionale Identität und verlässliche Informationen auch weiterhin nicht finanziell gewürdigt.

Christian Lindner betont, dass es auch Modell gebe, in den Journalismus stärker gemeinnützig betrachtet werden könne, so dass über die Umsatzerlöse hinaus auch mit Stiftungen, Sponsoring und Spenden gearbeitet werden könne. Linder sei sicher, dass das dieses Medienangebot vielen Menschen etwas wert sei.

VdiF-Präsident Stefan Klarner betont, dass man in Baden-Württemberg eine äußerst vielfältige und plurale Fernsehlandschaft aus landesweiten, regionalen und lokalen TV-Programmen habe, auf die man stolz sein könnte. Um diese Vielfalt auch dauerhaft erhalten zu können, sei aber eine gerechte Ausgestaltung von Förderungen seitens der Politik und der Landesmedienanstalt dringend nötig.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 23.02.21 - 18:34 Uhr   -   887 mal angesehen)

Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: RTF.1
Aktion Sicherer Hafen soll auf Situation von Geflüchteten aufmerksam machen Mit einem orangenen Rettungsring und Info-Transparenten auf dem Marktplatz der Achalmstadt machten die Organisation Seebrücke und das Asylpfarramt Reutlingen am Wochenende auf die Situation von Flüchtlingen an Europas Außengrenzen aufmerksam.
Foto: RTF.1
Das Museum auf Schloss Hohentübingen öffnet wieder Das Museum im Schloss Hohentübingen öffnet am 10. März nach knapp viermonatiger Zwangspause wieder seine Tore.
Foto: RTF.1
Weltausstellung in Dubai: IHK erwartet Geschäftschancen für regionale Unternehmen Die Verantwortlichen der IHK Reutlingen haben die wirtschaftliche Rolle der im Herbst 2021 in Dubai geplanten Weltausstellung diskutiert.

Werbung:

Weitere Meldungen