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Reutlingen

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IHK stellt neue Konjunkturumfrage vor

Wie steht es derzeit um die heimische Wirtschaft? Dies hat die IHK Reutlingen in ihrer neuesten Konjunkturumfrage untersucht. Die IHK hat regionale Unternehmen zu ihren aktuellen Einschätzungen und zu ihrem Ausblick für die kommenden Monate befragt. Die Ergebnisse wurden am heutigen Dienstag vorgestellt.

Die Wirtschaft in der Region Neckar-Alb hat sich im Vergleich zu den Sommermonaten wieder verbessert. Dies geht aus der neuen IHK-Konjunkturumfrage für den Herbst hervor. Der Konjunkturklimaindex, basierend auf der derzeitigen Lage und zukünftigen Erwartungen, liege nun bei einem Wert von 107. Damit liege die Region sieben Punkte über dem Konjunkturklimaindex der Landesebene.

Während landesweit 28 Prozent der Unternehmen die aktuelle Lage als gut einschätzen, seien es in der Region sogar 34 Prozent, erklärt der Reutlinger IHK-Präsident Christian O. Erbe. Dies lasse sich darauf zurückführen, dass in der Industrie, im Großhandel und bei den Dienstleistern vermehrt eine optimistische Einstellung herrsche.

Auch im Bereich der geplanten Investitionen liege die Region über dem Landesdurchschnitt. Während in Baden-Württemberg nur 16 Prozent der Unternehmen verstärkt investieren wollen, seien es in der Region Neckar-Alb 20 Prozent.

Trotz der positiven Ergebnisse dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Corona-Krise immer noch viele Branchen hart treffe. Laut Erbe seien die Veranstaltungstechniker am meisten betroffen, da es derzeit keine großen Veranstaltungen gebe. Aber auch die Gastronomen, Einzelhändler, Schausteller und Taxiunternehmer würden noch immer unter der Krise leiden, so Erbe weiter.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Vorstellung war das Lieferkettengesetz. Dieses soll ein Unternehmen dazu verpflichten, die im Ausland gefertigten Waren auf umweltschädigende oder gegen die Arbeitsbedingungen verstoßende Produktionsverfahren zu prüfen.

Die IHK Reutlingen positioniert sich gegen ein solches Gesetz. Beispielsweise könne ein kleines Unternehmen in Albstadt die Zulieferer der Zulieferer, die teilweise rund 1000km entfernt seien, nicht kontrollieren. Deswegen könne das Unternehmen auch nicht garantieren, dass alle Zulieferer regelkonform arbeiten, erläutert der IHK-Präsident.

Abschließend stellte die IHK Reutlingen die Ergebnisse einer Umfrage vor, wann die Unternehmen damit rechnen würden, wieder zur „normalen" Geschäftstätigkeit zurückzukehren. Ein Viertel gab an, dass sie sich bereits wieder auf oder über dem Vorkrisenniveau bewegen. Ein Drittel der Unternehmen rechnen bis spätestens 2022 mit einer Rückkehr in die normale Geschäftstätigkeit und nur fünf Prozent gehen davon aus, nie wieder zur Normalität zurückzukehren.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 20.10.20 - 15:18 Uhr   -   481 mal angesehen)

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