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Hechingen

Foto: RTF.1
Sonderausstellung zu Grimms Märchen im Hohenzollerischen Landesmuseum

Im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen geht es derzeit märchenhaft zu. Die Sonderausstellung mit dem Titel "Es war einmal...Die Märchenwelt der Brüder Grimm" soll Kindheitserinnerungen wecken und bietet die Gelegenheit, den eigenen Kindern Märchen wieder näher zu bringen.

Wer kennt sie nicht? Die Märchen der Gebrüder Grimm sind weltweit bekannt. Das Thema für die ganze Familie wird in der aktuellen Sonderausstellung „Es war einmal...die Märchenwelt der Gebrüder Grimm" auf unterschiedliche Weise behandelt und ausgestellt.

„Es gibt hier auch ein schönes Begleitprogramm, ein kleines natürlich nur, coronabedingt. Wir haben hier eine kleine Filmstation, in der wir vier kurze Märchen erzählen lassen von Sigrid Maute aus Balingen. Und wir haben ein kleines Rätsel-Quiz für die Ausstellung, in dem die Kinder ein Kreuzworträtsel zum einen lösen, zum anderen auch sechs verschiedene Figuren suchen können, also eine kleine Belohnung abholen können, wenn sie alles richtig gelöst haben", erklärt David Hendel, der Leiter des Hohenzollerischen Landesmuseum.

Es handelt sich um eine Ausstellung der Kasseler Brüder-Grimm-Gesellschaft, die sowohl dem Leben und Wirken der Gebrüder Grimm als auch speziell deren Märcheneditionen gewidmet ist.

„Im Vordergrund der Ausstellung steht das weltweit bekannteste Werk der Gebrüder Grimm, die 1812 und 1815 zum ersten Mal erschienenen Kinder- und Hausmärchen, die in ihrer über 200-Jährigen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte in aller Welt verbreitet wurden und die eben auch Anlass für viele Künstler, Schriftsteller, Werbefachleute gewesen sind, sich mit diesem Werk zu beschäftigen", erklärt Dr. Bernhard Lauer, der Geschäftsführer der Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel.

Die ersten Ausgaben der Märchensammlungen enthielten noch keine Bilder. Erst nachdem im Ausland erste Auflagen mit Bildern erschienen, zog auch der damalige Berliner Verleger der Gebrüder Grimm nach und fertigte 1825 eine Kinder-Ausgabe mit sieben Radierungen an. Für diese künstlerische Arbeit mussten Jakob und Wilhelm Grimm nicht lange nach einem passenden Maler suchen.

„In der Familie Grimm gab es ja noch einen Maler-Bruder, Ludwig Emil Grimm, der eben das Leben und Wirken von Jakob und Wilhelm Grimm von innen heraus anschaulich gemacht hat und sehr viele Szenen, Portraits und Landschaften geliefert hat", erklärt Lauer.

Die Märchen und Figuren daraus beeinflussen nun schon seit über 200 Jahren das Schaffen anderer Künstler und bringen immer wieder auch Neues hervor.

„2012 (200 Jahre Kinder- und Hausmärchen) hat ein Künstler aus Frankfurt an der Oder das Schachspiel mit Märchenfiguren ausgestellt. Und dazu gibt es schon zu früheren Zeiten ein strategisches Fachbuch unter dem Titel „Märchenschach", wo man bestimmte Strategien des Angriffs und der Verteidigung machen kann und das passt sehr schön zu diesem Schachspiel", so Lauer.

Der Geschäftsführer der Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel ist ein absoluter Experte, wenn es um die Gebrüder Grimm geht – kein Wunder, dass er auch immer wieder von Fernseh-Quizformaten wie „Wer wird Millionär" oder „Das Quizduell" auf die Richtigkeit der gestellten Fragen herangezogen wird.

Die Sonderausstellung im Hohenzollerischen Landesmuseum kann unter Berücksichtigung der Corona-Verordnung noch bis zum 25. Oktober 2020 besucht werden.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 12.07.20 - 14:32 Uhr   -   679 mal angesehen)

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