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Tübingen

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Maschinen zum Anfassen - Leonardo da Vinci Ausstellung am Museum der Universität

Leonardo da Vinci lebte vom 15 April 1452 bis zum 02. Mai 1519. Er gilt als eines der berühmtesten Universalgenies aller Zeiten. Anlässlich der 500. Wiederkehr seines Todestages stellt das Museum der Universität Tübingen 50 große Nachbauten der Maschinenentwürfe nach den Zeichnungen Da Vincis aus.

"Ex Machina – Da Vincis Maschinen zwischen Wissenschaft und Kunst" – so ist die Ausstellung betitelt. Hier finden die Besucher zahlreiche Maschinen, die auf den Entwürfen und Zeichnungen von Da Vinci basieren.

Die Maschinen stehen nicht auf weit entfernten Podesten hinter Glasscheiben, sondern sind greifbar und können sogar benutzt werden. Allerdings gilt das nicht für die Waffen.

„Ich hatte erst einmal ein bisschen Bammel, ob diese armen Materialien, dieser Werkstattcharakter, dieses Depot, ob das die Leute nicht enttäuscht bei der Ausstellung. Weil man erwartet sich ja etwas Auratisches. Und dann kommen da so Holzlatten mit Transportkisten und hinten dann noch der Draht", erklärt Kurator und Museumsdirketor, Prof. Ernst Seidl.

Doch trotzdem habe es bisher keine kritischen Stimmen gegeben. Der Ansatz "anfassen erlaubt" scheint also zu funktionieren. Und wer einmal den eigenen Erfindergeist auf die Probe stellen möchte, der hat auch dazu die Möglichkeit.

„Und dann haben wir am Ende einen Zeichenstation. Das heißt, wir laden die Besucher ein, dass sie anatomische Studien machen, mit Zeichenblatt. Es gibt Klemmbretter, man kann rumlaufen, sich an Modellen der Zoologie, Anatomie und Botanik auch selbst zeichnen", erklärt Seidl.

Doch auch für die Kleinen, die vielleicht noch nicht so viel über Anatomie oder Botanik wissen wollen, ist etwas geboten. Dafür haben die Studierenden der Universität Tübingen gesorgt.

So kann ein junger Ausstellungs-Besucher die Dinge einmal anders betrachten und beispielsweise selbst zur Mona Lisa zu werden. Zu lernen gab und gibt es also Einiges. Auch für den Museumsdirektor.

„Ich hab fast alles gelernt. Ich kannte natürlich die berühmten Gemälde von ihm. Ich wusste die Codices, seine Zeichnungen und so weiter. Aber diese verschiedenen Kategorien, wie er gedacht hat. Ich habe dann auch im Katalog zwei Beiträge geschrieben, kleinere zur enzyklopädischen Kunst bei Leonardo und zur Rolle der Zeichnung. Das fand ich unglaublich faszinierend und phänomenal", schwärmt Seidl.

Wer einmal in die Welt von Leonardo da Vinci eintauchen möchte, hat noch Zeit bis zum 1. Dezember, dem Museum der Universität Tübingen einen Besuch abzustatten.


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