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Balingen

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Integration durch Ausbildung - Firma Rau zeigt wies geht

Von Eritrea nach Balingen - diese Reise hat Tekie Tsehaye hinter sich. Er ist aus dem afrikanischnen Land geflohen und gerade dabei im Zollernalbkreis Fuß zu fassen. Aktuell macht er eine Ausbildung als Holzbearbeitungsmechaniker bei der Rau GmbH. Die IHK-Reutlingen hat ihn dorthin vermittelt.

Schwere Maschinen brauchen jemanden der sie bedient. Tekie Tsehaye ist so jemand. Er bearbeitet Holz, sodass es beispielsweise als Tischplatte dienen kann. Aktuell ist er im zweiten Lehrjahr. Bis jetzt gefällt es ihm gut und auch die Verantwortlichen der Firma Rau sind sehr zufrieden mit seiner Leistung.

Neben Tsehaye haben noch einige weitere geflüchtete Menschen in der Region Neckar-Alb eine Ausbildung begonnen. Im ersten Halbjahr 2018 waren es knapp 60.

Für die Firmen ist es natürlich eine besondere Herausforderung, einen Flüchtling aufzunehmen. Schließlich muss ein geflüchteter Mensch oftmals neben den beruflichen Fertigkeiten auch die deutsche Sprache erlernen.

Dina Endress hat Tekie Tsehaye dabei unterstützt, bei der Firma Rau Fuß zu fassen. Jetzt zeigt sie sich erfreut darüber, was der junge Mann leistet. Auch bei der Frage nach seinen Bleibechancen ist sie optimistisch. Er habe seinen Aufenthaltstitel und eine Beschäftigung. Es sei zwar eine gewisse Angst da, man wisse schließlich nie was komme, aber sie sei guter Dinge, dass es weiterhin gut laufe.

Die Vermittlung des jungen Flüchtlings an die Firma Rau hat Aleksandra Vohrer von der IHK Reutlingen übernommen. Sie versucht immer einen Überblick über die Fähigkeiten des einzelnen Menschen zu bekommen.

Tsehaye hat bereits in Eritrea mit Holz gearbeitet und auch in seinem vorherigen Berufsleben gezeigt, dass die Arbeit mit Holz seine Leidenschaft ist. Allerdings gibt es auch Beispiele, bei denen die Vermittlung nicht so gut funktioniert. Vohrer nennt hier Personen, die meinen sie können viel, die dann jedoch erkennen, dass es Defizite gebe. Es gehe nicht nur darum die Sprache zu beherrschen, sondern auch um Mathematik, Physik und ein entsprechendes Vorwissen.

Das bringe eben nicht jeder mit. Dennoch gebe es viele Geflüchtete, die um eine Lehrstelle kämpfen würden. Nach Meinung der IHK, könnte die Integration der Flüchtlinge in den Beruf politisch noch besser unterstützt werden. Wenn frisch ausgebildete Fachkräfte zurück in ihr Heimatland müssten, sei das das falsche Signal.


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