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Tübingen

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Verabschiedung - Professor am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung geht in den Ruhestand

Am Freitag wurde der Direktor des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung Tübingen, Lothar Bösing, offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Über 200 Gäste aus der Politik, dem Kultusministerium Baden-Württemberg, der Uni Tübingen, der Schulverwaltung und nicht zuletzt dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Tübingen, gaben dem scheidenden Direktor, Prof. Lothar Bösing die Verabschiedungs-Ehre und zogen vielfältig Bilanz über 23 Jahre Schul- und Bildungspolitik an der Nahtstelle zwischen Studium und Ausbildung des gymnasialen Lehrernachwuchses.

Stattliche 4.000 Referendarinnen und Referendare betreute und begleitete Bösing während dieser Zeit. Zuerst als stellvertretender Direktor und dann in den vergangenen sieben Jahren als Leiter dieses renommierten Seminars in Tübingen.

In so vielen Jahren gab es natürlich Höhen und Tiefen – auch in den Bildungsreformen. Die Lehrerausbildung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert.

„Die Ausbildung ist noch sehr viel umfangreicher geworden. Es kamen insbesondere die Digitalisierung dazu. Und das macht schon einen Unterschied gegenüber der Ausbildung in den vorangehenden Jahren aus. Man muss auch sagen, es ist nicht nur der Umfang, sondern auch die Intensität mit der heutige Referendarinnen und Referendare konfrontiert werden. Die Klassen haben sich verändert, es sind sehr viele selbstbewusstere Schülerinnen und Schüler in der Schule. Von daher ist die Aufgabe als Lehrerin und Lehrer am Gymnasium zu arbeiten, eher schwerer geworden" erklärt Bösing.

Zu Beginn der von Mareike Burdinski und Emanuel Kremer musikalisch umrahmten Feierstunde, brachte auch Regierungspräsident Klaus Tappeser seine besondere Wertschätzung des multifunktionalen Direktors zum Ausdruck. Er schätze vor allem die Art und Weise, wie Bösing sein Seminar geführt hat.

„Denn er hat zielorientiert geführt, er wusste ganz genau, was in den Referendarinnen und Referendaren steckt, wo man sie wecken muss, wo man sie an die Hand nehmen muss und wo man sie auch laufen lassen kann. Was Besseres kann ich mir für einen Pädagogen, also für einen Führer, gar nicht vorstellen" so Tappeser.

In Zeiten eines rasanten Wandels unsere Gesellschaft, stellt, auf die Schule bezogen, auch die zunehmende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung für die Gymnasiallehrer dar. Umso wichtiger sei es, die Lehrerinnen und Lehrer bereits in der Ausbildung zu stärken, betont Klaus Tappeser.

Ein Nachfolger stehe derzeit noch nicht fest. Vielmehr wird vor allem grundsätzlich gehofft, dass das renommierte Seminar der gymnasialen Lehrerausbildung Tübingen keinesfalls neuen Strukturen und Ausbildungsreformplänen Landesregierung zum Opfer fällt.

Nicht zuletzt persönlich gefragt, worauf sich Bösing jetzt dann im verdienten Ruhestand besonders freut, antwortete der scheidende Direktor und Spitzensportfunktionär, dass er zum einen natürlich weiterhin seinem Stellvertreter mit Rat und Tat zur Seite stehen wird, sich zum anderen aber auch seinem Amt als Vizepräsident des Deutschen Basketballbundes weiter intensiv widmen wird. Und natürlich bleibt dann auch mehr Zeit für Familie und Enkelkinder.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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Zwischenbilanz - Verkehrsminister stellt neue Bau- und Förderprogramme im Radverkehr vor Seit zehn Jahren fördert das Land Baden-Württemberg den Radverkehr als wichtige und nachhaltige Mobilitätsform. Die Gründung des Landesbündnisses ProRad im Jahr 2009 war dabei der Ausgangspunkt. Das ambitionierte Etappenziel, den Radverkehr in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 auf 16 Prozent zu erhöhen, wird voraussichtlich aber scheitern. Bei einer Landespressekonferenz am Donnerstag in Stuttgart, zog Verkehrsminister Winfried Hermann eine Zwischenbilanz und stellte zukünftige Bau- und Förderprogramme des Landes vor.
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Kostenlose Bildung - SPD will vor Gericht ziehen Nachdem der Volksentscheid über gebührenfreie Kinderbetreuung von der Landesregierung abgelehnt worden war, möchte die Landes-SPD jetzt vor den Staatsgerichtshof ziehen.

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