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Baden-Württemberg

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Der #Wolf ist zurück - #Biotope gefährdet: #Mahnfeuer soll zu besserem Schutz der #Weidetiere aufrufen

Die Wölfe sind nach mehr als 150 Jahren wieder nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. Das ist ein Erfolg für den Artenschutz, birgt aber auch Gefahren für die Nutztiere, die ins Beuteschema der Wölfe passen. Ein Rückgang der Beweidung würde, so die Schafzüchter, zudem wertvolle Biotope verschwinden lassen.

Mit bundesweiten Mahnwachen und Wolfsfeuern, wie in Sondelfingen, wollen die Weidetierhalter die Politik darauf aufmerksam machen, wie wichtig Weidetiere für unsere Gesellschaft sind. Die Beweidung, beispielsweise von Wachholderheiden und Grasflächen in Hanglagen, sorgt demnach für den Erhalt von Artenvielfalt. Die Weiden stellen – so argumentieren die Weidetierhalter – außerdem eine Zuflucht für bedrohte Tier- und Pflanzenarten dar.

Erst kürzlich hatte ein Wolf auf einer Weide in Baden-Württemberg über 40 Schafe getötet oder so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Die Nutztierhalter kritisieren auch, dass der Staat sich aus der Verantwortung stehle: Es sei eine Ausrede, wenn darauf verwiesen werde, dass die Tierhalter ihre Tiere besser schützen müssten. Der Schutz sei außerordentlich teuer, allein ein guter Hütehund koste mehrere tausend Euro. Der Staat solle sich hier nicht auf die private Verantwortung der Tierhalter herausreden, sondern solle die teueren Kosten für den Schutz der Nutztiere selbst übernehmen, wenn er die Wölfe im Land haben wolle.

"Viele meiner Kollegen", sagte ein Schafshalter gegenüber unseren Sender, "sind geschockt: EInige sagen klipp und klar: Wenn ihnen etwas Ähnliches passiert, hören sie mit der Schafhaltung auf!" Und gibt zu bedenken: "Was passiert dann mit den ganzen von den Schafen freigehaltenen Weiden?" Ohne Beweidung würden diese verbuschen. Wertvolle Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten ginge damit unwiederbringlich verloren. "Und außerdem", so der Schafzüchter gegenüber unserem Sender, "haben wir hier in Baden-Württemberg eine ganz andere Situation als im Flachland:" Im Flachland sei es einfacher, Weiden zu umzäunen und zu schützen: "Wie soll das an Bergen und Hanglagen gehen?"

Ergänzungen: 15.05.2018-11:08 / 17.05.2018-11:48


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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