BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

Tübingen

Foto: RTF.1
Keine Angst vorm Wolf - Landratsamt informiert über Fördermöglichkeiten

Nach der Nacht in Bad Wildbad im Kreis Calw, in der ein einzelner Wolf 44 Schafe riss, sind viele Schaf- und Ziegenhalter verunsichert. Sie stehen der Rückkehr des Wolfes besorgt gegenüber und haben Angst um ihre Nutztiere und Existenz. Um die Nutztierhalter über Schutz- und Fördermöglichkeiten zu informieren, lud die Abteilung für Landwirtschaft und Naturschutz diese Woche zu einem Informationsabend nach Tübingen ein.

Viele Schäfer sind nicht nur beunruhigt über die Rückkehr des Wolfes, sondern auch wütend. Sie verstehen nicht, dass ein einzelner Wolf wichtiger ist, als ihr Herdenbestand. Nun müsse überlegt werden, wie Schutzmaßnahmen gestaltet werden können.

Wo früher ein Zaun dazu diente, die Herde daran zu hindern, die Koppel zu verlassen, muss sie jetzt eben auch Raubtieren wie dem Wolf standhalten können. Dieser Schutz wird üblicherweise mit einem Elektrozaun gewährleistet.

Doch kann das auch einen hungrigen Wolf aufhalten?

Doktor Thomas Jilg vom Landwirtschaftlichem Zentrum Baden-Württemberg erklärt, dass der Elektrozaun hauptsächlich eine psychologische Aufgabe hätte und kein mechanisches Hindernis sei. Durch die elektrischen Impulse würde der Beutegreifer abgehalten werden, nochmal an der Stelle eindringen zu wollen.

Die Abteilung für Landwirtschaft und Naturschutz vom Landratsamt Tübingen bietet im Rahmen laufender Förderprogramme Präventionsmaßnahmen zum Schutz gegen den Wolf für die Schaf- und Ziegenhalter an.

Ein guter Abwehrschutz kann durch gute Zäune mit hoher Elektrospannung erreicht werden. Diese müssen außerdem täglich kontrolliert werden, um eine gleichbleibende dauerhafte Spannung zu gewährleisten. Das Förderprogramm unterstützt die Tierhalter mit 90 Prozent bei der Anschaffung guter und zeitgemäßer Gerätschaften. Um eine solche Förderung zu erhalten, kann beim Landratsamt ein Antrag gestellt werden.

Andreas Quint, von der Schäferei Quint sieht aber auch in einer anderen Wolf-bedingten Situation ein Problem. Für ihn sei nicht das Fehlen eines einzelnen Schafs das Problem, sondern eher die Personenschäden die entstehen können, wenn sich die Herde aus Panik zur Flucht entscheidet und beispielsweise auf eine Autobahn oder Schnellstraße rennt. Und wenn eine Herde erst einmal in Panik gerät, hält sie auch der Elektrozaun nicht mehr auf, so Andreas Quint.

Falls es zu solchen Ereignissen kommt, denken viele der anwesenden Schäfer auch darüber nach aufzuhören. Doch bevor es soweit kommt, müssen erst einmal die möglichen Präventionsmaßnahmen getestet werden und abgewartet werden, wie die Situation mit dem Wolf weiter geht.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: RTF.1
175 Jahre TSG - Prominente Gäste aus Sport und Politik beim Sport-Talk Im Rahmen ihres 175-jährigen Jubiläums hat die TSG Reutlingen einen großen moderierten Sport-Talk veranstaltet. Prominente Gäste aus Sport und Politik unterhielten sich dabei über die Gegenwart und Zukunft des Sports in der Region.
Foto: RTF.1
Streuobst-Brenner-Gipfel - Expertentreffen zum Erhalt der Kleinbrennereien Zwischen Alb und Neckar liegen circa 26.000 Hektar Streuobstwiesen - diese bilden damit eine der größten zusammenhängende Streuobstlandschaft in Europa. Das reife Obst wird, neben Saft, zum großen Teil zu Schnaps verarbeitet. Seit dem Wegfall des Branntweinmonopols Ende 2017 und der damit verbundenen Unterstützung der Kleinbrennereien, bedeutet das für viele regionale Kleinbrenner ein wirtschaftliches Desaster. Auf dem "Streuobst-Brenner-Gipfel" vergangene Woche in Kusterdingen, trafen sich deshalb Expertinnen und Experten aus Brennerei-Verbänden, dem Zoll, dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, den Landkreisen und der Politik, um eine Lösung für dieses Problem zu finden.
Foto: Pixabay.com
Frau belästigt Wegen sexueller Belästigung sucht die Polizei Tübingen nach einem etwa 30 Jahre alten, dunkelhäutigen Mann. Er hatte am Sonntag gegen 23 Uhr auf der Platanenallee ein sexuell motiviertes Gespräch mit einer jungen Frau angefangen und sie dabei unsittlich belästigt.

Werbung:

Weitere Meldungen