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Tübingen

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Das LTT stellt seinen neuen Spielplan vor - und das mit Publikum

Vier Wochen vor den großen Theaterferien wollte das LTT Vertreter der Presse über die kommende Spielzeit 2018/2019 informieren. Doch dieses Jahr lud die Landesbühne nicht nur die Presse ein, sondern öffnete ihre Pforten auch für interessierte Besucherinnen und Besucher. Und der Andrang war groß.

Wenn jede Vorstellung so wie am Montag Abend bis auf den letzten Platz ausverkauft wäre, würde sich das LTT sicher freuen. Doch heute handelt es sich nicht um ein besonderes Theaterstück, sondern um die öffentliche Spielplanpräsentation. Das die LTT Werkstatt mit ihren 128 Plätzen voll besetzt war überraschte und erfreute den Intendanten Thorsten Weckherlin.

Ein vollbesetztes Theater ist in Zeiten von Netflix und Co. leider nicht üblich. Trotzdem kann sich das LTT freuen – in der letzten Spielsaison konnte ein deutliches Plus verbucht werden, so dass sogar Rücklagen geschafft werden konnten. Diese werden in der Sommerpause dann zu Sanierungszwecken verwendet.

Danach geht es mit insgesamt elf neuen Stücken im Abendprogramm weiter. Unter anderem wird es „Die Antigone des Sophokles", „Der talentierte Mr. Ripley" oder „Die letzte Karawanserei" von Ariane Mnouchkine zu sehen geben. Ein roter Faden zieht sich aber durchs neue Programm: es wird politisch. Weckherlin erklärt uns, dass auch sie nicht frei seien von der Außenwelt und was auf einen einwirke. In diesem Fall war das eben das Thema „Fliehen."

Trotzdem betont der Intendant, dass auch solche Themen angenehm und leicht wiedergegeben werden können und das Publikum nicht automatisch mit harter Kost rechnen müsse.

Schwere Themen auf humorvolle Weise transportieren – genau das will auch das Junge LTT mit sieben neuen Stücken bewerkstelligen. Und das unter der neuen Leitung von Oda Zuschneid. Sie erklärt uns, dass Kinder sowieso mit solchen Themen auch durch andere Medien in Berührung kommen würden und das es auch die Aufgabe des Theaters sei, solche Themen zu kanalisieren und dann darüber zu sprechen.

Genau mit solchen Themen auseinandersetzen wird sich beispielsweise das Stück „Zuhause ist Krieg" von Annette Müller. Aber auch typische Kindergeschichten wie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" oder „Pünktchen und Anton" wird es in der neuen Saison zu sehen geben.

Ja und dann gibt es auch noch die Wiederaufnahmen. Schauspielerin Laura Sauer und Schauspieler Robin Dörnemann kämpften ganz besonders gegen die Absetzung des Stückes „Die Verwandlung" von Kafka. Auch an diesem Abend ließen sie nicht locker bis Intendant Weckherle endlich ein Einsehen hatte und dem charmanten Drängen nach einer Wiederaufnahme des Stückes nachgab.

Neben also „Die Verwandlung" wird es dann auch weiterhin „Faust", „Don Quijote", „Forever 27", „On the Road again – von der B27 auf die A8" und das Abenteuerstück „Ruf der Wildnis" des Jungen LTTs zu sehen geben. Außerdem wird es Kooperationen mit dem Format „Poetry Slam" und „Trix von Helge Thun" geben.


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