BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

Tübingen

Foto: RTF.1
Ohne Ehrenamtliche geht es nicht - Tagung "Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Landkreis Tübingen"

Im Landkreis Tübingen engagieren sich hunderte Ehrenamtliche in etwa 40 Initiativen vor Ort für Flüchtlinge. Eine große Aufgabe findet Landrat Joachim Walter. Deshalb trafen sich Ehrenamtliche und Interessierte im Tübinger Landratsamt, um sich bei einer Tagung über die Tübinger Flüchtlingshilfe auszutauschen.

Ohne ehrenamtliche Helfer geht es im Bereich der Flüchtlingshilfe nicht – so die klare Meinung von Tübingens Landrat Joachim Walter. Die Behörden alleine können die Integration von Flüchtlingen nicht bewerkstelligen. Es bedürfe wirklich der Interaktion und des täglichen Kontakts zu Menschen, die Geflüchtete begleiten und motivieren, die Integration weiter mutig anzugehen.

Eine dieser Personen ist Doris Gasse. Seit zwei Jahren hilft sie Flüchtlingen bei deren alltäglichen Problemen und Sorgen, weil sie sehe, dass Menschen hierher kommen, die wirklich echte Probleme haben, und die diese Hilfe auch brauchen. Und auch, um keine Eskalation in Punkto Aggression hochkommen zu lassen. "Also alles ein bisschen. Damit sich die Menschen einfach wohlfühlen können in Deutschland. Soweit das möglich ist." Die Zusammenarbeit mit den Behörden könnte in den Augen der Flüchtlingshelferin besser laufen. Die dürften ruhig etwas kooperativer sein und mehr informieren, so Gasse.

Der Landkreis habe laut Landrat Joachim Walter hier konkrete Ziele: Eine Einbindung des Ehrenamtes in einer Form, die auf der einen Seite tatsächlich die Potentiale nutzt, aber auch Überforderung der Ehrenamtlichen verhindert. "Wir haben das unter der Überschrift 'Integrationsziel-Vereinbarungen' zusammengefasst: Ein Prozess, wo mit den Geflüchteten der weitere Integrationsweg besprochen wird, die Potentiale, auch die Möglichkeiten eruiert werden, die da sind. Da ist nicht nur der Rat der Ehrenamtlichen wichtig, sondern umgekehrt auch die Transparenz von Entscheidungen, die da fallen. Und hier wollen wir eigentlich das Ehrenamt konkret im Einzelfall einbinden." Hierbei gelte es, nicht nur zu erörtern, wo es den neu angekommenen Flüchtlingen fehlt, sondern auch diejenigen nicht zu vergessen, die schon seit Jahren in Deutschland leben, sich aber noch nicht vollständig integrieren konnten.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: pixelio.de - Alexander Dreher Foto: pixelio.de - Alexander Dreher
Jetzt auch Daimler unter Manipulationsverdacht - Mega-Rückrufaktion droht Das Kraftfahrtbundesamt hat den Rückruf von mehr als 6000 Transportern des Typs Mercedes Vito angeordnet. Grund ist eine mögliche Schummelsoftware bei der Abgasreinigung. Dem Konzern droht noch mehr Ärger: Der Rückruf von 600.000 Fahrzeugen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.
Foto: RTF.1
"Buntes Haus" kann vorerst bunt bleiben Das sogenannte "Bunte Haus" in Hayingen im Landkreis Reutlingen, das bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, darf vorerst bunt bleiben. Das hat das Regierungspräsidium Tübingen jetzt entschieden. Bei künftigen Neuanstrichen des Gebäudes, so die Behörde, greife allerdings die im Nachgang zu dem umstrittenen Farbanstrich vom Hayinger Gemeinderat beschlossene Gestaltungssatzung.
Foto: Pixabay.de
17-Milliarden-Schatz: Legendäre spanische Gallone San José gefunden: Bergungsfirma darf jetzt Details verraten 23.05.2018. Das legendäre spanische Schatzschiff San José ist gefunden. Der Dreimaster war vor über 300 Jahren, 1708, in der Karibik vor Kolumbien nach einem Gefecht untergegangen, beladen mit Gold und Silber aus Peru. Der Wert der Ladung wird mit 17 Milliarden US-Dollar beziffert. Der spanische Kapitän hatte damals einen entscheidenden Fehler begangen. Der Fund selbst ist seit dem Jahr 2015 bekannt. Aber erst jetzt erhielt die Bergungsfirma die Erlaubnis, detailliert über den Fund zu berichten.

Werbung:

Weitere Meldungen