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Schwäbische Alb

Foto: RTF.1
Sechstes UNESCO-Weltkulturerbe in Baden-Württemberg: Urkunde übergeben

Jetzt ist es offiziell: Die "Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura" sind Weltkulturerbe. Die Staatssekretärin im Auswärtigen Amt Maria Böhmer hat die Urkunde am Mittwoch-Abend in Ulm an Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreicht.

Die Höhlen der Schwäbischen Alb im Ach- und Lonetal. Sie sind zwar nicht die Wiege die Menschheit, aber doch die Wiege von Kunst und Kultur.  Wissenschaftler der Universität Tübingen haben hier die ältesten figürlichen Kunstwerke, die ältesten Musikinstrumente und den ältesten Schmuck der Welt gefunden. Alles rund vierzigtausend Jahre alt.  Und mit dem Löwenmenschen, der in Ulm ausgestellt ist, auch das älteste Zeugnis einer Religion. Insofern sei es folgerichtig, dass die Fundstätten und die sie umgebende Landschaft von der UNESCO zum Welterbe erklärt worden seien, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Festakt in Ulm. 
 
Der Titel sei auch eine besondere Auszeichnung und Würdigung der jahrzehntelangen Forschung – vor allem der Universität Tübingen, wo das Team um Urgeschichtler Nicholas Conard den wissenschaftlichen Hintergrund zur UNESCO-Bewerbung lieferte. Möglicherweise – auch wenn es Conard bezweifelt – liegt der Ursprung von Kunst und Musik auf der Schwäbischen Alb.  In Südafrika gäbe es wunderbare Schichten genau aus dieser Zeit, so Conard im RTF.1-Interview im April, aber da gäbe es keine Kunstwerke und keine Musikinstrumente. Und gäbe Dutzende, wenn nicht Hunderte wie er, die weltweit graben würden. Das Überraschende sei, dass diese Hypothese, die Kunst habe sich auf der Alb entwickelt, immer noch im Rennen sei.
 
Die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura sind das sechste Weltkulturerbe in Baden-Württemberg.  Die anderen fünf Welterbestätten sind:

1. das Kloster Maulbronn, 
 
2. die Klosterinsel Reichenau, 

3. der Obergermanisch-Rätische Limes, 
    
4. die Pfahlbauten 
 
5. zwei Häuser der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart. 


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