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Kaufhäuser

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Galeria Kaufhof will sich mit Verdi bis Jahresende über Einschnitte beim Personal einigen

Kaufhof strebt eine Einigung mit der Gewerkschaft Verdi über Einschnitte bei den rund 21.000 Beschäftigten noch in diesem Jahr an. "Wir hoffen, bis Jahresende ein Ergebnis verkünden zu können, damit wir alle mit Klarheit in die Weihnachtsfeiertage gehen können", schreiben Kaufhof-Chef Wolfgang Link und Arbeitsdirektor Peter Herlitzius in einem Brief an die Belegschaft.

Link und Herlitzius verteidigen in dem Schreiben, das der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vorliegt, die geplanten Einschnitte. Sie verweisen darauf, dass viele Einzelhandelsketten längst keine Tarifbindung mehr haben und daher mit deutlich niedrigeren Personalkosten arbeiten können als Kaufhof. "Diese Situation ist für uns nicht länger tragbar, denn sie gefährdet die Zukunft unseres Unternehmens", schreiben Link und Herlitzius. In vielen Städten sind die Kaufhäuser eine feste Größe, architektonisch teils stadtbildprägend. In Reutlingen beispielsweise betreibt Galeria Kaufhof eine Filiale mit rund 13.000 Quadratmetern.

Kaufhof hatte laut Verdi einen Antrag gestellt, Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung aufzunehmen. "Diesen Antrag werden wir intensiv gemeinsam mit einer noch zu bildenden Tarifkommission, den Arbeitnehmergremien sowie einem Wirtschaftsgutachter prüfen und abhängig vom Ergebnis der Prüfung die entsprechenden Schritte einleiten. Die Interessen der Beschäftigten stehen dabei für uns an vorderster Stelle", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Sie empfahl den Beschäftigten, die noch kein Gewerkschaftsmitglied sind, sich bei ver.di zu organisieren.

Nutzenberger verwies darauf, dass es für die mögliche Aufnahme von Verhandlungen klare Bedingungen gibt: „Ein unabhängiger, von ver.di benannter Wirtschaftsgutachter muss die Geschäftszahlen prüfen, damit klar wird, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Für die Zukunft sind überzeugende Konzepte wichtig, wie der Um-satz gesteigert werden kann. Personalkostenreduzierungen sind keine nachhaltigen Lösungen."

„Die Arbeitnehmervertretungen werden alles daransetzen, dass den Kolleginnen und Kollegen im Kaufhof nicht in die Tasche gegriffen wird", sagte Uwe Hoepfel, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Galeria Kaufhof.


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