BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

Ansturm auf freie Stellen

Foto: pixelio.de - Martin Quast Foto: pixelio.de - Martin Quast
Bewerberrekord bei der Polizei

Die Polizei verzeichnet bundesweit einen Ansturm auf freie Stellen. Wie eine Abfrage der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" ergab, wurden von Schleswig-Holstein bis Bayern in diesem Jahr mehr als 87.000 Bewerbungen auf rund 12.600 neue oder geplante Einstellungen registriert, so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Dennoch hat die Polizei ein großes Problem.

2014 wurden nur gut 7500 Polizisten in den Ländern eingestellt, damals gingen bundesweit noch knapp 77.700 Bewerbungen ein.

In Berlin gab es in diesem Jahr mit Abstand die meisten Bewerbungen: Mehr als 18.000 Schreiben wurden für die rund 1300 freien Stellen gezählt. Danach folgt Bayern mit etwa 10.500 Bewerbungen auf 1500 Stellen.

Aus Baden-Württemberg lagen noch keine Daten vor, wo auch rund 1400 Einstellungen geplant sind. Jedoch besetzte zuletzt kein Land so viele Stellen wie NRW. 2300 Polizisten wurden an Rhein und Ruhr 2017 eingestellt, 9373 Bewerbungen gingen dafür ein. Angesichts dieser Lage betonten alle Länder, bei den Bewerbungen aus dem Vollen schöpfen zu können.

Gewerkschaft sieht Probleme

Ungeachtet dessen warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Missständen. "Auch wenn die Bewerberzahlen zuletzt gestiegen sind und die Anzahl der geplanten Einstellungen bei Weitem überschreiten, steht die Polizei in fast allen Ländern vor ernsten Personalproblemen", sagte GdP-Chef Oliver Malchow der "Rheinischen Post" und fügte hinzu: "Der Anteil qualifizierter Bewerber sinkt bundesweit, das wird uns immer wieder aus den Ländern gemeldet."

Um bis 2021 die in Ruhestand gehenden Beamten zu ersetzen, seien mindestens 20.000 Polizisten nötig. "Damit würde aber kein einziger Polizist zusätzlich auf die Straße gebracht, was alle Parteien im Wahlkampf versprochen haben. Hinzu kommt, dass deren Zahlen mit 15.000 auch deutlich zu gering sind", kritisiert Malchow. Weil die Auswahl und Ausbildung insgesamt vier Jahre dauere, müssten jetzt aus dem Stand Zehntausende Stellen zusätzlich geschaffen werden. "Ich erwarte von allen Parteien, jetzt auch zu ihren Zusagen aus dem Wahlkampf zu stehen. Sie müssen auf ihre Parteifreunde in den Ländern einwirken, dass die ihre Polizeistellen drastisch erhöhen!", forderte Malchow.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: RTF.1
175 Jahre TSG - Prominente Gäste aus Sport und Politik beim Sport-Talk Im Rahmen ihres 175-jährigen Jubiläums hat die TSG Reutlingen einen großen moderierten Sport-Talk veranstaltet. Prominente Gäste aus Sport und Politik unterhielten sich dabei über die Gegenwart und Zukunft des Sports in der Region.
Foto: RTF.1
Streuobst-Brenner-Gipfel - Expertentreffen zum Erhalt der Kleinbrennereien Zwischen Alb und Neckar liegen circa 26.000 Hektar Streuobstwiesen - diese bilden damit eine der größten zusammenhängende Streuobstlandschaft in Europa. Das reife Obst wird, neben Saft, zum großen Teil zu Schnaps verarbeitet. Seit dem Wegfall des Branntweinmonopols Ende 2017 und der damit verbundenen Unterstützung der Kleinbrennereien, bedeutet das für viele regionale Kleinbrenner ein wirtschaftliches Desaster. Auf dem "Streuobst-Brenner-Gipfel" vergangene Woche in Kusterdingen, trafen sich deshalb Expertinnen und Experten aus Brennerei-Verbänden, dem Zoll, dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, den Landkreisen und der Politik, um eine Lösung für dieses Problem zu finden.
Foto: Pixabay.com
Frau belästigt Wegen sexueller Belästigung sucht die Polizei Tübingen nach einem etwa 30 Jahre alten, dunkelhäutigen Mann. Er hatte am Sonntag gegen 23 Uhr auf der Platanenallee ein sexuell motiviertes Gespräch mit einer jungen Frau angefangen und sie dabei unsittlich belästigt.

Werbung:

Weitere Meldungen