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Umfrage

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Diesel- und Eierskandal - Deutsche sehen ihre Gesundheit zu wenig geschützt

Im Diesel-Skandal hält ein großer Teil der Deutschen das politische Spitzenpersonal für zu nachlässig mit der Autoindustrie. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer. Im Eier-Skandal um das Insektengift Fipronil bleiben die Deutscher relativ gelassen - obwohl es auch hier um ihre Gesundheit geht. Ein Großteil findet aber, dass die Gesetze verschärft werden müssen.

70 Prozent aller Befragten meinen, dass die Politik zu große Rücksicht auf die Interessen der deutschen Automobilindustrie nimmt, lediglich 11 Prozent vertreten die gegenteilige Meinung und für 14 Prozent werden deren Interessen durch die Politik gerade richtig vertreten (weiß nicht: 5 Prozent). Auch wenn die zulässigen Luft-Grenzwerte in einzelnen Städten überschritten werden, sind 53 Prozent gegen ein Fahrverbot für Diesel-PKW, die nicht die neuste Abgas-Norm haben. 43 Prozent hingegen lehnen entsprechende Fahrverbote ab (weiß nicht: 4 Prozent).

Eier-Skandal

Das Insektengift Fipronil wurde in Millionen von Eiern gefunden. 36 Prozent der Bundesbürger halten dadurch ihre Gesundheit für gefährdet, 61 Prozent sehen eine solche Gefahr für sich nicht (weiß nicht: 3 Prozent). Unabhängig davon fordert eine deutliche Mehrheit (73 Prozent) - ähnlich wie bei den Lebensmittelskandalen der Vergangenheit -, dass die Gesetze und Kontrollen im Lebensmittelbereich verschärft werden sollen. 26 Prozent halten solche Maßnahmen nicht für notwendig (weiß nicht:1 Prozent).

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 8. bis 10. August 2017 bei 1.352 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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