BWeins - Am Puls des Landes

Am Puls des Landes

Landtag in Stuttgart Plenarsitzung im Landtag Neues Schloss in Stuttgart Schlossplatz in Stuttgart

>> BWeins-Sendung in der Mediathek

Engstingen-Haid

Foto: RTF.1
"Mangelhafte Kommunikation": Geschädigte des Biogasanlagenunfalls kritisieren Schweigen des Betreibers

Im Fall der am Montag bekannt gewordenen Absage der SV-Versicherung, die Schäden für den Unfall mit Gärsubstrat in Engstingen-Haid zu übernehmen, beklagen jetzt Betroffene ein mangelhaftes Kommunikationsverhalten des Betreibers.

Im Fall der von RTF.1 am Montag erstmals öffentlich gemachten Absage der SV-Versicherung, die Regulierung der Schäden durch ausgetretenes Gülle-Substrat der Biogasanlage der Firma BIGA im Engstinger Gewerbepark-Haid zu übernehmen, gibt es jetzt erste Äußerungen von Betroffenen. Dabei waren rund 1,5 Millionen Liter in angrenzende Gebäude und ins Erdreich gelaufen und hatten dort schwere Schäden angerichtet.

Ralf Stoll ,der in einem von dem Substrat gefluteten Gebäude für seinen Arbeitgeber Lagerräume verwaltet, schätzt seinen Schaden auf rund 25 000 Euro. Besonders ärgert ihn, dass sich die BIGA bis zum heutigen Tag nicht mit den Geschädigten in Verbindung gesetzt habe, so Stoll heute morgen telefonisch auf RTF:1-Nachfrage. Er sei von der SV-Versicherung telefonisch darüber informiert worden, dass kein Versicherungsschutz bestehe. Warum das so ist, sei nicht beantwortet worden.

Das Reutlinger Landratsamt hatte am 12. Januar als zuständige Aufsichtsbehörde nach dem Vorfall darauf hingewiesen, dass es auf Grund baulicher Mängel keine gültige Genehmigung zum Betrieb der Anlage gegeben habe. Entsprechende strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Tübingen sind indessen noch nicht abgeschlossen.Nach jetzigem Stand der Dinge müssen die Geschädigten ihre Forderungen deshalb direkt gegenüber der BIGA geltend machen. Hier stünde dann ein wohl langwieriges Verfahren bevor.

Der Engstinger Bürgermeister Mario Storz, der auch Vorsitzender des Zweckverband Gewerbepark Haid ist, hat, wie berichtet, in einer Email am Montag an die rund 15 Geschädigten zu gemeinsamem Handeln aufgerufen. Man werde versuchen auf die Firma BIGA zuzugehen, um Lösungen zu finden. Gleichzeitig müsse man rechtliche Schritte in Erwägung ziehen.Für einige der geschädigten kleineren Gewerbetreibenden könnte die derzeitige Situation die wirtschaftliche Existenz gefährden.

Indessen hat das Landratsamt auf RTF.1-Nachfrage bekannt gegeben, dass es vom Kreis keine Überbrückungshilfen geben wird.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

Foto: pixelio.de - Andreas Hermsdorf Foto: pixelio.de - Andreas Hermsdorf
Steuerzahler arbeiten ab heute für ihren eigenen Geldbeutel Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) arbeiten die Bürger und Betriebe ab heute wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit liegt die Volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2017 bei voraussichtlich 54,6 Prozent - diese Quote sei so hoch wie noch nie. Von jedem verdienten Euro bleiben also nur 45,4 Cent zur freien Verfügung übrig.
Foto: RTF.1
Sehr wahrscheinlich keine Fahrverbote In Stuttgart soll es im kommenden Jahr voraussichtlich kein Fahrverbot geben. Darauf hat sich jetzt die grün-schwarze Landesregierung geeinigt. Bedingung ist allerdings, dass ältere Diesel wirksam nachgerüstet werden können.
Foto: pixelio.de - Erwin Lorenzen Foto: pixelio.de - Erwin Lorenzen
Nach Randale beim Stadtfest Die Gewalt-Exzesse und die sexuellen Belästigungen beim Stadtfest in Schorndorf haben ein politisches Nachspiel.

Werbung:

Weitere Meldungen